Leblosen Mann reanimiert - Lebensretter ist Luftwaffenoffizieranwärter

Diesen Tag wird Obergefreiter und Offizieranwärter (OGOA) Manuel Kiefer so schnell nicht vergessen. Als er sich am 20. März 2009 auf dem Heimweg von Fürstenfeldbruck nach Ihlow/Niedersachsen im Service-Center der Deutschen Bahn im Hauptbahnhof München noch eine Bahncard bestellen wollte, hörte er hinter sich ein lautes Scheppern. „Ich drehte mich um und sah einen regungslosen Mann neben der umgerissenen Glasvitrine liegen“, so OGOA Kiefer, der seit dem 01.10.2008 Lehrgangsteilnehmer des 101. Offizierlehrganges an der Offizierschule der Luftwaffe in Fürstenfeldbruck ist.

Sofort wandte er sich dem Mann zu und kontrollierte Atmung und Puls. Nachdem beides nicht mehr wahrnehmbar und der Herzstillstand eingetreten war, begann OGOA Kiefer zusammen mit einem Service-Mitarbeiter umgehend mit der Reanimation, und dies mit Erfolg. Nach etwa 20 Sekunden schlug das Herz wieder und der Mann erlangte das Bewusstsein, ohne sich zu erinnern, was passiert war. „Es lief alles wie im Film ab“, erinnerte sich OGOA Kiefer, der erst im vergangenen Dezember im Rahmen seiner Ausbildung den 3-Tage - Kurs in Erste Hilfe inklusiver Herz-Lungen-Wiederbelebung absolvierte, was ihm jetzt zu Gute kam. Die verbleibende Zeit bis zum Eintreffen des Notarztes nutzte der 21-jährige Zeitsoldat noch dazu, um die Platzwunde hinter dem rechten Ohr des Mannes zu versorgen und ihn zu betreuen. Nach der Übergabe des Patienten an das Rettungsteam sammelte der angehende Luftwaffenoffizier noch die herumliegenden persönlichen Sachen des Mannes ein, verstaute sie in dessen Jacke und gab diese zusammen mit dem Reisegepäck den Rettungssanitätern, die den Patienten ins Klinikum Rechts der Isar brachten. Gegen 14:20 Uhr trat OGOA Kiefer, sichtlich geschafft und immer noch zitternd, die Heimreise an. „Erst auf der langen Zugfahrt wurde mir schließlich so richtig bewusst, was da passiert ist.“ Durch sein umsichtiges und sofortiges Handeln rettete OGOA Kiefer dem Mann, der kurz vor der Rente stand, das Leben. In einem langen Telefongespräch bedankte sich der Mann bei OGOA Kiefer. „Ohne ihr beherztes Eingreifen hätte ich den Ruhestand, indem ich mich jetzt befinde, nicht mehr erlebt.“ Oberstabsfeldwebel der Luftwaffe Karlheinz Schad

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