Leidensweg prominenter KZ-Häftlinge - Kongress/Ausstellung in Fürstenfeld

Jubi

läumskongress am 01./02. April 2011 im Kulturzentrum Fürstenfeld in Fürstenfeldbruck zum 25-jährigen Bestehen des Süddeutschen Instituts für Logotherapie und Existenzanalyse in Kooperation mit der Stiftung Logos und Ethos, München DU KANNST DEM SINN NICHT AUSWEICHEN Herausforderung für den Einzelnen und für die Gesellschaft Jubiläumskongress zum 25-jährigen Bestehen des Süddeutschen Instituts für Logotherapie und Existenzanalyse in Fürstenfeldbruck in Verbindung mit der Ausstellung Rückkehr ins Leben , die den Leidensweg prominenter Häftlinge aus dem KZ Dachau nach Südtirol dokumentiert Logos bedeutet sowohl Sinn als auch das Geistige. Logotherapie ist eine psychotherapeutische Behandlungsmethode, ist sinnorientierte Seelenheilkunde und Therapie als Heilung durch bedingungslose Sinnfindung. Gegründet wurde sie von dem Wiener Psychiater und Arztphilosophen Dr. med. et Dr. phil. Viktor E. Frankl (1905 - 1997), der zugleich Überlebender von vier Konzentrationslagern war. Logotherapie und Existenzanalyse ist auch eine Lebenslehre und Lebensphilosophie. Logotherapie nimmt die geistige Dimension des Menschen radikal ernst und mit ihr Freiheit und Verantwortung, Sinnsuche und Wertorientierung, Gewissen und Humor sowie die Fähigkeit zur Selbstdistanzierung und Selbsttranszendenz. Logotherapie will die dem Menschen eingeborenen geistigen Kräfte und den ursprünglichen Willen zum Sinn mobilisieren. Im Rahmen seines Jubiläumskongresses zum 25-jährigen Bestehen zeigt das Süddeutsche Institut für Logotherapie und Existenzanalyse gemeinnützige AG am 01. und 02. April 2011 im Kulturzentrum Fürstenfeld in Fürstenfeldbruck die Ausstellung Rückkehr ins Leben. Sie dokumentiert, wie prominente Häftlinge wieder aus den Schrecken der Konzentrationslager ins Leben zurückfanden. Das Institut will mit der Präsentation dieser Ausstellung eine Brücke zu Viktor Frankl, dem Begründer der Logotherapie, schlagen, der selbst durch die Hölle der nationalsozialistischen Vernichtungslager gegangen ist und der dennoch nicht den Glauben an die Kraft des Lebens an einen letzten und bedingungslosen Sinn verloren hat. Die 137 Sippen- und Sonderhäftlinge, deren Leidensweg die Ausstellung Rückkehr ins Leben nachzeichnet, waren noch kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges als Geiseln der SS aus dem KZ Dachau nach Südtirol verschleppt worden. Dort sollten die Gefangenen aus 17 Ländern Europas dem Chef der Sicherheitspolizei und des SD, SS-Obergruppenführer und General der Polizei Dr. Ernst Kaltenbrunner, für Verhandlungen mit den Westalliierten zur Verfügung stehen. Unter den Internierten befanden sich der ehemalige österreichische Bundeskanzler Kurt von Schuschnigg mit Frau und Tochter, der frühere französische Ministerpräsident Lon Blum mit Ehefrau, der ehemalige ungarische Ministerpräsident Miklós von Kálllay, der griechische General Alexandros Papagos mit seinem gesamten Generalstab, der französische Bischof Gabriel Piguet, der deutsche Generaloberst Franz Halder, der frühere Reichsbankpräsident und Reichswirtschaftsminister Dr. Hjalmar Schacht sowie Angehörige des ehemaligen Leipziger Oberbürgermeisters Dr. Carl Goerdeler und des Obersten im Generalstab Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der am 20. Juli 1944 das Attentat auf Adolf Hitler verübt hatte. Nach einem genau ausgeklügelten Plan des Reichssicherheitshauptamtes wurden die Gefangenen im April 1945 aus den Konzentrationslagern Buchenwald und Flossenburg im KZ Dachau zusammengezogen und dann von einem Sonderkommando der SS und der SD über das SS-Sonderlager Innsbruck nach Niederdorf im Hochpustertal in den Dolomiten gebracht. Am 30. April 1945 befreite sie dort ein Kommando der Deutschen Wehrmacht unter Führung des Hauptmanns Wichard von Alvensleben aus der Gewalt der SS. Die Soldaten übernahmen den Schutz der Häftlinge und brachten sie ins Hotel Pragser Wildsee, das den Gefangenen eine sichere Bleibe bot. Am 04. Mai 1945 trafen amerikanische Truppen im Pragser Tal ein und übernahmen die SS-Geiseln von der Deutschen Wehrmacht. In zwei Transporten, die am 08. und 10. Mai 1945 in Prags aufbrachen gelangten dann die Befreiten über Verona und Neapel nach Capri, wo ihre Odyssee durch halb Europa schließlich endete. Die Ausstellung Rückkehr ins Leben , die bisher schon in Berlin, Innsbruck, Leipzig, Kiel, München, Rom, Triest und Wien zu sehen war, wurde von dem Dachauer Schriftsteller Hans-Günter Richardi erarbeitet. Den Auftrag dazu erhielt er von der Südtiroler Gemeinde Niederdorf, die das Unternehmen finanzierte. Sie stellte die Dokumentation auch dem Süddeutschen Institut für Logotherapie und Existenzanalyse mit dem Sitz in Fürstenfeldbruck unentgeltlich zur Verfügung. Rechtsanwalt Berthold Goerdeler, Enkelsohn von Dr. Carl Goerdeler, Vorsitzender der Logos und Ethos Stiftung und ausgebildeter Logotherapeut, initiierte und arrangierte die Ausstellung in Fürstenfeldbruck. Sie wird im Kulturzentrum Fürstenfeld Nr. 12, Säulensaal, Altes Foyer während des Jubiläumskongresses am 01. und 02. April 2011 gezeigt.

Auch interessant

Meistgelesen

Welche Band soll es in den Kreisboten schaffen?
Welche Band soll es in den Kreisboten schaffen?
Fusionspläne werden geprüft
Fusionspläne werden geprüft
Horror-Szenario als Übung
Horror-Szenario als Übung
Mit dem Kreisboten die besten Sommerferien aller Zeiten erleben
Mit dem Kreisboten die besten Sommerferien aller Zeiten erleben

Kommentare