Puchheimer Seniorenschreibtisch 

Aus PC und Tintenfass

+
Die Mitglieder des Puchheimer Seniorenschreibtisches

Puchheim – Sie sind kreativ, gut gelaunt und schreibfreudig: Die Mitglieder des Puchheimer Seniorenschreibtisches denken noch lange nicht ans Aufhören. Bei einer Lesung am 17. Oktober im Wohnpark Roggenstein stellten sie ihren neunten Band mit dem Titel „Aus PC und Tintenfass“ vor.

Die 11 Senioren, die derzeit dem Seniorenschreibtisch Puchheim angehören, bringen nicht nur ihre Lebenserfahrungen, Beobachtungen und Fantasien aufs Papier, sondern berichten auch über heikle Themen und den Alltagsproblemen des Älterwerdens. Auf diese Weise sind während der letzten beiden Jahre wieder heitere, gefühlvolle und nachdenkliche Geschichten und Gedichte entstanden. Die Bandbreite der Storys ist groß – einige sind witzig und skurril, andere sind dramatisch, heiter oder makaber. Beispielsweise erzählt Ulrike Brennich in ihrer Kurzgeschichte „Zu spät“ von einem Ehepaar, das sich nach langer Zeit aussprechen möchte, es aber - aufgrund des schrecklichen Unfalltodes des Gatten - nicht mehr dazu kommt. Bei „Nachtflug“ von Bodo Schulz geht es um einen Flugkapitän, dessen Frau ihn mit seinem Co-Piloten betrügt. Brigitte Walter trauert in „Ja damals“ den gemütlichen, gelben Telefonhäuschen nach und bringt den Leser dabei zum Schmunzeln. In „Halloween“ von Ulrike Brennich verwandelt sich ein harmloser, schöner Herbstnachmittag in eine grausame Horrornacht…

Im Jahr 2002 entstand aus den offenen „Senioren-Literaturwettbewerben“ der vierte Band der Puchheimer Seniorenbücher mit dem Titel „Feuer-Werk“. Gleichzeitig ist auch der Seniorenschreibtisch gegründet worden, dessen Ziel es ist, alle zwei Jahre ein neues Buch herauszubringen. Unter der Leitung von Dr. Peter Weinhold treffen sich die Senioren aus Puchheim und Umgebung regelmäßig zum Schreiben. Für die Hobby-Autoren ist dies eine Möglichkeit, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und sich auch der Kritik der anderen zu stellen.

Nicole Burk 




Meistgelesene Artikel

Stockingers zweiter Versuch

Fürstenfeldbruck – Der 56 Jahre alte Georg Stockinger zieht zum zweiten Mal nach 2014 für die Freien Wähler (FW) in den OB-Wahlkampf. Die 14 …
Stockingers zweiter Versuch

"Fit" durch Erfahrung

Fürstenfeldbruck – Mit 98,5 Prozent der Stimmen hat die Brucker CSU am 16. Februar in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im …
"Fit" durch Erfahrung

Mangel an bezahlbaren Flächen

Fürstenfeldbruck – Die Wirtschaftsförderung des Landratsamtes ließ im Frühsommer 2016 nach 2013 erneut eine Unternehmensbefragung im Landkreis …
Mangel an bezahlbaren Flächen

Kommentare