Stadtteilzentrum feierte 20. Jubiläum

Wo sich Generationen treffen

+
Auf dem Foto (von links): Sandra Koch (Koordination LiB-Mehrgenerationenhaus), Martina Hübner (Leiterin Brucker Elternschule), Karina Werner (AWO), Gaby Mack (Frauen helfen Frauen), Maria Stühler-Weiß (Donum Vitae) und Marlene Gnam (Geschäftsführerin Nachbarschaftshilfe mit Sozialdienst Fürstenfeldbruck und Emmering).

Auf einem kleinen Acker im Brucker Westen begann die Geschichte eines Gebäudes, dass nun schon seit zwanzig Jahren eine Begegnungsstätte der verschiedenen Generationen ist. Damals durch einen Stadtratsbeschluss in einem sozialen Brennpunkt errichtet, bieten auch heute noch verschiedenste Organisationen im „Leben in Begegnung“-Mehrgenerationenhaus (LiB) Angebote von Schwangerschaftsberatung bis zur Betreuung von Menschen mit Demenz. Am 27. Oktober feierte das Stadtteilzentrum West Jubiläum.

Fürstenfeldbruck - Ein Stadtratsbeschluss machte damals den Weg frei für das heutige Stadtteilzentrum im Brucker Westen. Martina Hübner war zu jener Zeit noch als Praktikantin für das Jugendamt tätig und leitet nun seit fünf Jahren die Brucker Elternschule. „Wir sind wirklich froh über die Nutzungsmöglichkeiten“, sagt sie. Und damit ist sie nicht die einzige. Sechs Organisationen (die Nachbarschaftshilfe Fürstenfeldbruck mit Sozialstation und Tagespflege, der Mobile Soziale Dienst der AWO, die LiB-Begegnungsstätte, der Frauennotruf und die Schwangeren Beratung Donum Vitae) teilen sich den begrenzten Platz, verteilt über mehrere Stockwerke. „Die Einrichtungen im Haus sind sehr zusammengewachsen“, erzählt Koordinatorin des LiB-Mehrgenerationenhauses Sandra Koch. 

Begegnungsstätte für Jung und Alt

Das LiB versteht sich als Begegnungsstätte für Jung und Alt. „Jeder kann kommen und seine Fähigkeiten zur Verfügung stellen“, sagt Koch. Wer etwas machen möchte, wie Schach spielen, der kann sich mit anderen Gleichgesinnten verknüpfen und sein Projekt auf die Beine stellen. Die Räume können dann auf Nachfrage zur Verfügung gestellt werden. „Das Angebot wird intensiv genutzt“, sagt Koch. Träger ist die Ökumenische Nachbarschaftshilfe Fürstenfeldbruck und Emmering, die von Marlene Gnam geleitet wird und vom Bund gefördert wird. „Wir waren von Anfang an dabei. Wir bieten den Raum, um sich mit Gleichgesinnten zu treffen“, ergänzt sie. Viele Nutzer kämen aus den Wohnblöcken in der Nähe oder den Einzelwohnungen und wollten sich austauschen. „Wir sind glücklich, dass wir auch was für Familien anbieten können“, sagt sie. 

Für eine Erweiterung fehlt der Platz

Über die Jahre seien nicht nur die bezahlten Stunden von 20 auf 40 aufgestockt worden, auch die Organisationen wechselten. „Die Brucker Tafel ist vor einem Jahr in die Stadtmitte gezogen“, sagt Gnam. Wegen der großen Nachfrage habe man schon über eine Erweiterung nachgedacht, jedoch fehle es an Platz. „Die Nachfrage ist hoch, aber die Fläche fehlt“, sagt sie. Zudem musste aufgrund von neuen Brandschutzbestimmungen die Anzahl der Besucher in den oberen Stockwerken begrenzt werden. Besser wäre eine Fluchttreppe, doch die sei kaum realisierbar. 

Felix Hamann

Auch interessant

Meistgelesen

CSU-Kreistagsfraktion hat neuen Sprecher
CSU-Kreistagsfraktion hat neuen Sprecher
Sportzentrum III nimmt weitere Hürde
Sportzentrum III nimmt weitere Hürde
Bürger haben sich für neue Straßennamen entschieden
Bürger haben sich für neue Straßennamen entschieden
Beiräte fordern mehr Gehör
Beiräte fordern mehr Gehör

Kommentare