Kulturpreis der UBV vergeben

Lichtmesskerze geht an IG-Lichtspielhaus

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Bei der Überreichung der Lichtmesskerze (von links): Erich Löfflath, Rita Bartl, Michaela Bock, Dr. Richard Bartels IG Lichtspielhaus, Cordula Braun, Klaus Quinten (UBV/BBV).

 „Die Lichtmesskerze 2018 geht an die IG – Lichtspielhaus.“ Diesen Satz konnte man sich am Abend des 15. März auf der Zunge zergehen lassen: Ein Verein, der sich erst im Sommer des vergangenen Jahres gegründet hatte, sollte nun den Kulturpreis der UBV bekommen.

Fürstenfeldbruck - In seiner Laudatio hielt sich der UBV-Vorsitzende Klaus Quinten aber nicht lange mit Details auf und betonte den Fördercharakter der Verleihung an einen noch so jungen Verein und die „sozialproduktive Bedeutung“ des Lichtspielhauses. Er endete mit den Worten: „Auf ein gute Zukunft des Lichtspielhauses!“ Susanne Pollak, Kreisheimatpflegerin (Baudenkmalpflege), erläuterte anhand von Plänen des Architekten Voll aus dem Jahr 1930, was das Besondere und Schützenswerte an dem, vor wenigen Jahren auf Betreiben der Stadt zum Baudenkmal erhobenen Lichtspielhaus darstellte. Sie erinnerte daran, dass das Gebäude das einzige, in diesem Zustand erhaltene und in Funktion befindliche Tonfilm-Kino in Bayern sei. Den Charme der Bauten der „sachlichen Moderne“ aus den Zwanziger- und Dreißigerjahren des letzten Jahrhunderts habe sich das Kino bis heute erhalten. 

Ein zunächst schwieriger Start

Bevor die Auszeichnung durch Klaus Quinten und Cordula Braun an die Vorstandschaft der IG Lichtspielhaus übergeben wurde, gab Gerhard Gauck, Vorsitzender des Kulturvereins Schöngeising (Preisträger 2017) den neuen Preisträgern noch auf den Weg, dass die Auszeichnung als „Verdienst und Ansporn“ zu werten sei. Richard Bartels, Vorsitzender der IG Lichtspielhaus, dankte im Namen des inzwischen auf 275 Mitglieder gewachsenen Vereins und berichtete über den zunächst schwierigen Start des Projekts, der sich aber frühzeitig zu wirklich guter Zusammenarbeit mit den Vertretern der Stadt und dem Kinobetreiber entwickelt habe. Eine „Schaffenspause“ würde wegen der anstehenden zweiten Bauphase von Juni bis Anfang September stattfinden, an deren Ende würde der Start des vollen Spielbetriebs und natürlich reichhaltiger Projekte der IG Lichtspielhaus stehen. 

Kinobetreiber Markus Eisele: "Kino ist nicht nur Unterhaltung, sondern auch ein Stück Kultur"

Kinobetreiber Markus Eisele forderte die Brucker auf: „Gehen Sie ins Kino, besuchen Sie uns, denn Kino ist nicht nur Unterhaltung, sondern auch ein Stück Kultur! Nur so können wir gemeinsam das Lichtspielhaus erhalten.“ Feierlich und doch leger wirkte die musikalische Umrahmung des Abends durch die Künstler des „Trio Fantastico“ geleitet durch Jupp Peters und verstärkt durch die Pianistin Monika Stöhr aus Schöngeising . Sie intonierte auf dem Original-Lichtspielhaus- Klavier einen pianistischen Ausblick auf eine der geplanten Veranstaltungen im Lichtspielhaus: Sergei Eisensteins Stummfilm „Panzerkreuzer Potemkin“. Als besonderes Schmankerl zum Abschluss des Abends wurden – vom Publikum mit großem Applaus bedacht – noch die beiden Karl-Valentin- Filme: „Die Orchesterprobe“ und „Der Firmling“ gezeigt.

red

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