Abends nur noch über Innenstadt

840er-Linie ändert Strecke

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Stark frequentiert: Die Haltestelle in der Schöngeisinger Straße.

 Der Umwelt- und Verkehrsausschuss spricht sich mehrheitlich entgegen dem Beschlussvorschlag der Verwaltung für eine Streckenänderung des 840er-Busses aus. Zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember fährt dieser dann auf seiner Strecke zwischen den beiden S-Bahnhöfen Fürstenfeldbruck und Buchenau auch abends und am Samstag nur noch über die Innenstadt.

Auf Antrag der SPD-Fraktion wird die alternative Linienführung der Buslinie 840 über das Kloster Fürstenfeld in den Abend- und Nachtstunden sowie am Samstag mit Beginn des neuen Winter-Fahrplans eingestellt. Am Veranstaltungsforum halten zu bestimmten Zeiten dann nur noch die Linie 815 und der Expressbus X900. „Viele Leute wollen gerade in den Abendstunden und am Wochenende von der Buchenau in die Brucker Innenstadt und umgekehrt“, begründete Verkehrsreferent Mirko Pötzsch (SPD) den Antrag. 

Auch für Alexa Zierl (Ausschussgemeinschaft) ist eine durchgängige, im 20 Minuten-Takt verkehrende Verbindung zwischen den beiden Zentren mit Kino-Center, Einkaufsmöglichkeiten und Gastronomie wichtiger als die Anbindung Fürstenfeld und Klosterstraße - für Fahrgäste und Gewerbetreibende gleichermaßen. Für sie ist „die Innenstadt abends und samstags quasi abgehängt, obwohl die Schöngeisinger Straße wesentlich mehr genutzt wird.“ Die Zahlen geben ihr recht: Laut Verwaltung steigen werktags an der Haltestelle Fürstenfeld durchschnittlich 13 Fahrgäste ein oder aus. 

Bürger fahren mit dem Auto nach Fürstenfeld 

Am Samstag sind es ganztägig, trotz Bauernmarkt und regelmäßiger Veranstaltungen, gerade mal 67. Markus Droth (CSU) sprach sich gegen eine Fahrplanänderung aus und erinnerte daran, dass man vor elf Jahren auf Antrag der GUL die Anbindung des Veranstaltungsforums an den ÖPVN beschloss, um es für Besucher attraktiver zu machen. Er warnte vor Aktionismus und möchte erstmal abwarten, wie sich die neue Linie 820, die zum Fahrplanwechsel eingeführt wird, auf die Situation auswirkt, da diese auch die Innenstadt bedient. „Die Idee hat sich leider nicht durchgesetzt“, entgegnete Karin Geißler (Grüne). „Die Leute fahren mit dem Auto nach Fürstenfeld, da Parken umsonst ist, Bustickets jedoch 1,30 Euro pro Person und Fahrt kosten.“ Angesichts der Passagierzahlen macht es für sie keinen Sinn mehr, weiterhin an der Linienführung über das Kloster festzuhalten. Auch Brucks zweiter Bürgermeister Christian Götz (BBV) sieht „gute Argumente für den SPD-Antrag“, der bei vier Gegenstimmen angenommen wurde.

Haltestelle wird verlegt

Der Verkehrsausschuss beschloss aus rechtlichen Gründen, die jetzige Bus-Ausstiegshaltestelle vor dem Brucker Bahnhof in Fahrtrichtung hinter den Fußgängerüberweg zu verlegen. So soll die Sicht für und auf querende Fußgänger nicht durch den haltenden Bus verdeckt werden. Da die neue Haltestelle im Bereich der jetzigen Haltebucht mit eingeschränktem Halteverbot geplant ist, werden die vier Stellplätze der zweiten Taxibucht für den Bring- und Holverkehr zum kurzen Ein- und Aussteigen reserviert. Die Taxistellplätze für die Nachrücker kommen auf den Parkplatz bei den Fahrradständern. Die dortigen Behindertenparkplätze können nach Rücksprache mit dem Behindertenbeirat ersatzlos gestrichen werden, da im Bahnhofsbereich ausreichend Kapazitäten zur Verfügung stehen. 

Peter Fischer

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