Finanziell attraktive Lösung

Krippengebäude Rassobande in Grafrath bekommt Anbau für vierte Gruppe

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Die Kinderkrippe am Kirchweg bekommt einen Anbau, der Platz für eine vierte Gruppe haben soll.

Noch hat die Gemeinde in der Rassobande ausreichend Krippenplätze für das kommende Krippenjahr. Doch der Bedarf wird wohl steigen.

Grafrath – Um mittelfristig keine Probleme zu bekommen, soll das Krippengebäude einen Anbau für eine vierte Gruppe bekommen.

Die Erweiterung gestaltet sich baulich nicht ganz einfach. Kritik gab es außerdem an den voraussichtlichen Kosten. Schon in einer früheren Sitzung war ein Anbau zum Kirchweg hin diskutiert worden. Damals gefiel den Räten nicht, dass dadurch die dortigen Parkplätze wegfallen, die auch von den Besuchern des benachbarten Friedhofs genutzt werden. Nun legten die Planer zwei weitere Ausbauvarianten vor: einen verkleinerten Anbau an gleicher Stelle, sowie einen Anbau zur Hauptstraße hin. In beiden Fällen würden die Parkplätze bleiben.

Zweite Variante mit Aufzug zu teuer

Beim Anbau zur Hauptstraße hin müsste wegen der Hanglage ein zweistöckiger Bau mit Aufzug errichtet werden. Die Kosten dafür werden auf 766.000 Euro geschätzt. Der verkleinerte Anbau zum Kirchweg hin kostet hingegen 577.000 Euro. Die erste Variante war bei den Räten deshalb schnell kein Thema mehr.

Gerald Kurz (CSU) und Bernd Traut (GE) waren jedoch auch die Kosten für die zweite Variante zu hoch. Sie verwiesen darauf, dass auf dem ehemaligen Märchenwaldgelände einmal ein Kinderhaus gebaut werden könnte. Wann man dort jedoch Baureife bekommen kann, steht laut Bürgermeister Markus Kennerknecht (parteifrei) in den Sternen.

Lieber Planen und nicht bauen

Im kommenden Jahr könne man den Bedarf wohl noch mit den Plätzen in der Rassobande decken, sagte der Rathauschef – wenngleich man Endgültiges erst nach der Anmeldung sagen könne. „Ich würde für die Erweiterung dennoch gerne die Planung machen, damit wir kurzfristig reagieren können, wenn der Bedarf steigt“, sagte Kennerknecht weiter. Würden keine zusätzlichen Plätze benötigt, müsse man auch nicht bauen.

Zudem erklärte der Bürgermeister, dass man wohl nie mehr eine Krippengruppe für rund eine halbe Million Euro bauen werden könne. Bei einem Neubau seien die Kosten pro Gruppe deutlich höher. Generell würde man mit einer vierten Gruppe eine Dauerlösung schaffen.

Gruppenraum ist Pflicht

Den Anbau noch einmal wesentlich zu verkleinern, um Kosten zu sparen, ist laut Planern nicht möglich. Zwar gibt es im Keller einen Gruppenraum. Allerdings brauche man für eine viergruppige Krippe einen Mehrzweckraum. „Das wird von der Kindergartenaufsicht gefordert“, sagte die Planerin. Dieser muss damit geschaffen werden.

Peter Kaifler (Grüne) schlug sich auf die Seite des Bürgermeisters und will ebenfalls zumindest die Planung erstellen lassen. Und auch Christian Strasdat sieht im Ausbau eine „charmante und finanziell attraktive Lösung“ – zumal für ihn noch nicht klar sei, dass ein Kinderhaus auf dem ehemaligen Gelände des Märchenwaldes wirklich kommt.

12:2-Mehrheit

Die Grundsatzfrage, ob die Rassobande erweitert werden soll, fand schließlich eine klare 12:2-Mehrheit gegen die Stimmen von Kurz und Traut. Für die Variante mit einem Anbau zum Kirchweg hin, sprach sich eine 11:2-Mehrheit aus, nachdem Roger Struzena sich als direkter Anwohner bei der Abstimmung enthielt. 

Daschner

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