Die Luftfahrt ist sein Leben - Der Jesenwanger Max Walch feierte den 80. Geburtstag

1943 sah der 15jährige Max Walch den legendären ersten Düsenkampfjet Me 262 bei einem Erprobungsflug in den Ammersee abstürzen. Das bewog ihn, sich als Kriegsfreiwilliger zu bewerben. Im April 1945 zog man ihn ein, allerdings zur Panzerfaust bei der Infanterie. „Ich hab den Original-Wehrpaß noch …“ sagt er mit 80 Jahren.

Max Walch, das echte Jesenwanger Urgestein, hier geboren und zeitlebens leidenschaftlicher Luftfahrt-Verfechter, kam konkret zur Fliegerei 1950 als Mitbegründer der Luftsportgemeinschaft Fürstenfeldbruck und ist dort noch heute Ehrenmitglied. 1954/55 vertiefte er seine flugtechnischen Erfahrungen durchs Segelfliegen, musste dann allerdings einige Jahre pausieren. Der junge Landwirtssohn hatte einen Hof zu versorgen, ehelichte 1955 seine Frau Gertraud. Nach und nach stellte sich der bis heute flugbegeisterte und auch beschäftigte Nachwuchs mit Elvira, Sylvia, Maximilian, Brigitte, Harald und Dietmar Walch ein. Eine im ehemaligen Fliegerhorst Fürstenfeldbruck verbliebene, einzelne und private Motormaschine wurde zum Grundstein der Jesenwanger Flug-Bemühungen: Sie musste vom wiedererstehenden deutschen Militärbetrieb nach dem Kriege ausgelagert werden. Auf Anfrage vom Freund und gleichfalls Fliegerspezl Gottfried Bleichner, heute 85 Jahre alt, kam dieses Fluggerät auf die grüne Walch-Wiese zwischen Jesenwang und Adelshofen. Bleichner hatte hier dann auch die erste Halle gebaut. Die Start- und Landeerlaubnis wurde behördlicherseits offiziell zum 24. Juni 1963 erteilt; Träger des Sonderflugplatzes war zwischen 1963 und 1966 die Luftsportgemeinschaft Fürstenfeldbruck. Da die Grasnarbenfliegerei bei schlechterem Wetter den Nutzern auf rutschigem Untergrund nicht mehr zumutbar war, baute Max Walch auf eigene Rechnung 1965 eine erste Startbahn. 1966 erfolgte dann die Umschreibung der Flugplatz-Trägerschaft auf den privaten Betreiber Max Walch, deren Geschäftsführer er noch bis heute ist. Walch wurde auf eigenem Terrain auch erster Flugleiter, konnte aber bedingt durch Zeitmangel und wachsende Aufgaben nicht den Pilotenschein erwerben, also selbst nur mit Begleitung fliegen. Ende der 60er Jahre zog er sich ganz aus dem aktiven Flugbetrieb zurück. Auf Gemeindeebene war Max Walch 10 Jahre lang 2. Vorsitzender des Sportvereins TSV Jesenwang. Als Ehrenmitglied gehört er aber inzwischen gut zwölf Vereinen auf Gemeinde- und Kreisebene an. 24 Jahre lang saß er im Kreistag von FFB.Zum IHK-Gremium FFB/Dachau zählte Max Walch ab 1978 bis 2002. Schon seit 1954 stand er als Vorstand der Verkehrswacht FFB vor, übernahm dort 1956 das Amt des Schatzmeisters.

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