Spektakel mit historischem Hintergrund

Über 200 Luzienhäusl schwimmen auf der Amper in Fürstenfeldbruck

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Eisiger Wind fegte am 13. Dezember über die Amper und den Leonhardsplatz. Dennoch ließen sich etliche hundert kleine und große Brucker nicht von dem widrigen Wetter abbringen, auch heuer das traditionelle Luzienhäusl-Schwimmen auf der Amper zu besuchen. Dieses Jahr beteiligten sich mehr als 240 Kinder von der Grundschule Mitte, der Philipp-Weiß-Schule und erstmals auch von der Grundschule Emmering an diesem Spektakel mit historischen Hintergrund.

Fürstenfeldbruck - Er freue sich, sagte OB Erich Raff bei seinem kurzen Grußwort über die immer größere Beteiligung und dankte dem Posaunenchor der Erlöserkirche, für die musikalische Begleitung, sowie den beiden Pfarrern Otto Gäng und Valentin Wendebourg für den kirchlichen Beistand. Bevor die Kinder ihre liebevoll gebastelten Kunstwerke der Wasserwacht übergaben, von der die bunt erleuchteten Häuschen in die Amper gesetzt wurden, erinnerte Brucks Kulturreferentin Brigitta Klemenz an die Geschichte der H. Luzia von Syrakus. 

Diese Tradition, die bereits seit dem 18. Jahrhundert besteht, geht zurück auf ein Hochwasser, dass damals die Kreisstadt bedrohte. Kinder bastelten kleine Häuser und ließen sie die Amper hinabtreiben. Als am nächsten Tag der Pegelstand zurückging, wurde das von den Bruckern als Zeichen gesehen. Bis ins Jahr 1851 wurde dieser Brauch gepflegt. Erstmals nach fast 100 Jahren ließ Schuldirektor Georg Kachelriss im Jahr 1949 den Brauch an der Knabenschule wieder aufleben. Seitdem findet das Luzienhäusl-Schwimmen auf der Amper wieder statt. 

Dieter Metzler

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