Mondlandschaft statt Bienenparadies?

Mahd der Stadtwerke an der Amper sorgen für Diskussionsstoff

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Das Amperufer zwischen Kletteranlage und Stausee in Fürstenfeldbruck – vor einigen Tagen stand hier noch eine Blumenwiese.

Fürstnefeldbruck– Trostloser Grünstreifen statt blühender Blumenwiese – nachdem die Fürstenfeldbrucker Stadtwerke die erste Mahd in diesem Jahr Mitte August an den Amperdämmen in Fürstenfeldbruck und Schöngeising durchgeführt haben, um die Standfestig- und Funktionsfähigkeit der Dämme zu gewährleisten, ist von der vorherigen Blütenpracht nur noch wenig übrig geblieben, sehr zum Unverständnis mancher Mitbürger – die Stadtwerke verteidigen die Mähaktion.

Seit 16 Jahren ist Christian Wiegner bereits bei den Fürstenfeldbrucker Stadtwerken und seit mindestens neun Jahren ist ihm die Diskussion bezüglich der Mahd am Amperufer in Fürstenfeldbruck im Sommer bekannt. „Ich verstehe das, man sieht es ja auch. Aber ich kann die Mahd nicht komplett ausfallen lassen“, sagt der Technische Leiter der Stadtwerke. Dabei hätte man sich bei den Stadtwerken bereits Gedanken zu Flora und Fauna gemacht. 

Wegen Naturschutz: Termin für die Mahd wurde auf Ende Juli verschoben

Denn nach Absprache mit dem Bund Naturschutz entschloss man sich im vergangenen Jahr die erste Mahd zu verschieben, um später blühende Pflanzen nicht zu gefährden. „Die Anzahl der Blühpflanzen ist dadurch bereits größer geworden“, erzählt Wiegner. Statt ursprünglich bereits Ende Juni findet die Mahd nun Ende Juli statt. „Coronabedingt hat sich das in diesem Jahr bis in den August gezogen“, erklärt Wiegner. Ganz ausfallen lassen könne man die Mahd nicht, da sie der Stabilität der Dämme und damit dem Hochwasserschutz diene. „Die Dämme liegen in unserer Verantwortung“, erklärt Wiegner. Damit diese weiter funktionsfähig bleiben, sind Kontrollen auf Schäden notwendig. 

Schäden am Damm frühzeitig erkennen

Daher werden zweimal im Jahr – einmal im Juli und einmal im Oktober – die angrenzenden Grünflächen von jeglichen Gehölzaufwuchs befreit. „Das Wurzelwerk von Sträuchern wie dem Haselnussbaum kann Schäden am Damm verursachen“, erklärt der Technische Leiter. Es sei daher wichtig, dass man solche Schäden frühzeitig erkennt. Doch auch Nager wie Wühlmäuse, Bisamratten oder Biber sind eine Gefahr für den Damm. Manche mehr, als andere. „Biber können Hohlräume mit einem Durchmesser von bis zu einem Meter verursachen“, erklärt Wiegner die Maßnahme. 

Hamann

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