Maisacher Tafel zieht um

Tafel im Herzen der Gemeinde angekommen

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Freuen sich über die neuen Räumlichkeiten (von links): Elisabeth Weller von der Bürgerstiftung, Bürgermeister Hans Seidl und Mitarbeiter mit dem Vorstand der Maisacher Tafel.

Zu eng wurden die alten Räumlichkeiten der Maisacher Tafel. 40 bedürftige Familien waren einfach zu viel. Doch die Tafel ist nun im Herzen der Gemeinde angekommen, denn der Verein ist in die Bahnhofsstraße 2 nahe des Rathauses in größere Räume gezogen. Bei der Einweihung gab es dann noch eine Verkündung für eine weitere Veränderung bei der Tafel.

Maisach – Wie in einem Tante-Emma-Laden dürfen sich die Bedürftigen in der neuen Maisacher Tafel ihre Waren aussuchen. „So kann jeder das nehmen, was er auch wirklich mag und verträgt“, schildert Tafel-Leiter Michael Fiedler das neue System. Hinter einer Theke sind die Waren wie Mehl, Milch und Brot schön säuberlich aufgereiht. In der alten Tafel haben die Ehrenamtlichen der Tafel fertige Lebensmittelboxen an die Kunden weitergegeben. „Da wurde vor der Tür dann getauscht, diskutiert und umgeräumt“, erzählt Elisabeth Weller, Vorstand der Bürgerstiftung bei der Eröffnungsfeier. 

Neue Tafel kann 15 Familien mehr betreuen

In der alten Tafel wurden die Räumlichkeiten so beengt, da in der wöchentlichen Ausgabe einfach zu viele Personen im Raum standen. 40 Familien hat die Tafel bis zuletzt wöchentlich mit Lebensmitteln ausgeholfen. „In der neuen Tafel hier in der Bahnhofstraße betreuen wir 55 Familien mit etwa 160 Personen ohne Probleme. Wir hätten Platz und Personal für mehr. Aber es würde an den Lebensmitteln scheitern“, erzählt Norman Wenke, der noch während der Eröffnungsfeier das Amt des Tafel-Leiters von Fiedler übernahm. „Ich hoffe, ich kann in deine Fußstapfen treten“, sagte er zum ehemaligen Leiter und Gründer Fiedler. Vor allem länger haltbare Artikel wie Mehl, Zucker, Öl oder Kaffee gehen schnell aus, da diese weniger von den Lebensmittel-Läden gespendet werden. 

Dank an örtliche Firmen und Ehrenamtliche

In diesem Zuge dankte er vor allem Edeka Leich, der sich direkt hinter dem neuen Gebäude befindet, für die großzügigen Spenden jede Woche. Wenke dankte außerdem F+S Klimatechnik, Sterr Ladenbau und Küchen Feicht für die Hilfe und den Spenden für den Umbau. Geholfen haben auch die 30 ehrenamtlichen Helferinnen der Essensausgabe sowie die fünf Fahrer, welche die Lebensmittel bei den Läden abholen. Den größten finanziellen Teil des Umzuges stemmte die Bürgerstiftung, die sich mit Tafel-Umzügen auskennt. „Als die Maisacher Tafel 2007 aufgemacht hat, wurde sie sehr schnell, sehr gut angenommen“, weiß Elisabeth Weller. 

"Bedürftige ein Teil unserer Gesellschaft"

Bürgermeister Hans Seidl wünschte der Tafel „immer genug Menschen hinter der Theke, und dass die Menschen vor der Theke nicht zu viele werden.“ Ihn freue besonders, dass die Tafel sowie die Kleiderkammer in diesem Gebäude ein neues Zuhause gefunden haben und in der Gemeinde- Mitte angekommen sind. „Die soziale Bedeutung dieser Einrichtung ist dadurch nochmals betont“, sagte er. Außerdem zeige dies gut, dass auch Bedürftige ein Teil unserer Gesellschaft sind und nicht weg geschaut werden dürfe.

Kohr

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