"Maler in Bruck" - Ausstellung zum 125 jährigen Jubiläum der Sparkasse

Wenn die Brucker Stadtspitze zu dritt einen Termin mit zahlreichen gesellschaftlichen Stützen der Kreisstadt wahrnimmt, kann die Bedeutung der Teilnahme nicht gering sein. Sparkassen-Vorstand Klaus Knörr nahm dieses Ereignis zum Anlaß, auf die stabilisierende Rolle von Sparkassen und Kreditgenossenschaften im derzeitigen deutschen Finanzgeschehen hinzuweisen.

Das seit Jahren von der privaten Konkurrenz angegriffene Drei-Säulen-System, d.h. das Nebeneinander von kommunalen Sparkassen, Kreditgenossenschaften und privaten Geschäftsbanken, hat in den Zeiten der Not die ‚Kernschmelze des Finanz-systems’ verhindert. Es sind nicht die öffentlich-rechtlichen Sparkassen, die Staatsgarantien benötigen, sondern die private Konkurrenz.“ Deutliche Worte, auch in der Erinnerung daran gesprochen, dass „die Haftungsgarantien unserer Trägerkörper-schaften 2005 wegen behaupteter Wettbewerbsvorteile abgeschafft wurden, die wir angeblich ziehen konnten …“ Knörr sprach eindringlich von einer Jahrhundertkrise und dass ihm in seiner fast 40jährigen Berufserfahrung im Bankgeschäft noch nie der Ernst des Bank-Erlebens so bewusst geworden sei. Mit „Ernst ist das Leben, heiter ist die Kunst“ als Schiller-Zitat aus dem Prolog zu „Wallensteins Lager“ leitete der Vor-standsvorsitzende in seinem Grußwort - von OB Sepp Kellerer ergänzt - zu einem der Höhepunkte im 125. Jubiläumsjahr des Hauses über: Zu einer weiteren Ausstellung der „Maler in Bruck“. Sie nehmen im Ankauf ihrer Werke seit den 60er Jahren einen besonderen Stellenwert im Fundus der Sparkasse ein. Im nächsten Jahr rundet sich die Bestandsvorstellung zum 25. Mal. 2008 weist die Auswahl der gezeigten Werke insgesamt 42 Exponate von 27 Künstlern aus: Vom Rheinländer Georg Köbel (1807-1894) als romantisch geprägten Landschaftsmaler („Starnberger See mit Schloß Bernried“) bis zum eher expressionistischen Autodidakten Heinz Braun (1938-1986, „Morgennebel in Alling“), der als Postbediensteter seinen Lebensunterhalt verdiente. Weiter beispielhaft für diese Periode künstlerischen Schaffens im 19./20. Jhd. in und um Bruck herum der Darmstädter Philipp Röth (1841-1921), der zahlreiche Sommermonate in Bruck malend verbrachte oder Karl Robiczek (1837-1918), der fast 40 Jahre in Fürstenfeldbruck lebte. Henrik Moor (1876-1940) wurde für seine avantgardistische Malweise bei der Brucker Kunstausstellung 1914 als „Hauptvorwärtsstürmer“ bezeichnet. Ungewöhnlich auch eine malende Persönlichkeit wie Georg Geiss (1889-1956), der im Hauptberuf Bankkaufmann war und zwischen 1925 und 1945 die Sparkasse FFB leitete. Klaus Knörr, der die Leitidee zum Jubiläumsjahr „gut für die Stadt und gut für den Landkreis“ mit dieser Ausstellung wieder einmal bestätigt sah, dankte der Hausabteilung Unternehmenskommunikation und hier insbesondere Frau Dr. Greska und Johann Steber für das konzeptionelle und organisatorische Zustandekommen. Sein Dank galt ergänzend den begleitenden Musikern von ‚3Viertel4’ an diesem Abend: Sascha Luer, Philip Frischkorn, Sebastian Thallmair und Matthies Schüll, alle aus dem Raum Fürstenfeldbruck stammend. Die 24. Ausstellung „Maler in Bruck“ kann bis zum 28. November 2008 während der üblichen Geschäftszeiten im Kundenzentrum der Sparkasse Fürstenfeldbruck, Hauptstraße 8, besichtigt werden.

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