Manuela Kreuzmair übernimmt das Amt der Zweiten Bürgermeisterin in Germering

Politikerin aus Leidenschaft

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Seit 18 Jahren im Stadtrat und nun Zweite Bürgermeisterin von Germering – Manuela Kreuzmair.

Germering – Manuela Kreuzmair widmet sich in den nächsten sechs Jahren ihrer Rolle als Stellvertreterin von Germerings Oberbürgermeister Andreas Haas. Gemeinsam mit Sophie Schuhmacher komplettiert sie damit die weibliche Verstärkung.

Lange ist es her, dass sogar zwei Stellvertreterinnen dem Bürgermeister zu Seite gestellt wurden, um ihn in seinem Amt tatkräftig zu unterstützen. Um genau zu sein, geschah dies zum letzten Mal 1996. Nun, im Jahr 2020, ist es wieder soweit und Manuela Kreuzmair (CSU) und Sophie Schuhmacher von den Grünen wurden vom Stadtrat Germering zur zweiten und dritten stellvertretenden Bürgermeisterin zur Unterstützung für den amtierenden Oberbürgermeister Andreas Haas (CSU) gewählt. Die langjährige ehemalige Fraktionsvorsitzende der CSU erhielt 39 von 41 Stimmen, Schuhmacher kam auf 26. „Es steht Germering gut, dass mindestens eine Frau im Team des Bürgermeisters ist,“ kommentiert Kreuzmair das Wahlergebnis. Seit 18 Jahren geht Manuela Kreuzmair nun bereits ihrem politischen Engagement für die Stadt Germering nach. „Ich hatte damals für mich festgestellt, dass man sich nicht nur immer beschweren kann. Man muss auch etwas tun, um wirklich etwas zu verändern,“ erklärt die 51-Jährige. Heute schätzt sie an ihrer Heimat besonders die Kombination aus Stadt und Land, die schönen Naherholungsgebiete wie den Germeringer See und das breite Kulturangebot. Zu ihrer bereits langjährigen politischen Erfahrung zählt auch, dass sie insgesamt neun Jahre Fraktionsvorsitzende der CSU in Germering war. In diesem Jahr gab sie ihr Amt jedoch an Oliver Simon ab – auf eigenen Wunsch. „Mir hat diese Aufgabe immer viel Freude bereitet, aber nach neun Jahren braucht es auch einmal ein wenig frischen Wind, deshalb habe ich mein Amt mit einem lächelnden und einem weinenden Auge abgegeben,“ stellt Kreuzmair fest. Doch auch als stellvertretende Bürgermeisterin wird es für die Germeringerin einiges zu tun geben, was sie jedoch keinesfalls abschreckt. „Ich freue mich auf mein neues Amt,“ betont Kreuzmair freudig. 

Landwirtin, Stadträtin und jetzt Zweite Bürgermeisterin

Zusätzlich zu ihrem enormen politischen Engagement betreibt die Diplom Betriebswirtin (FH) gemeinsam mit ihrer Familie einen eigenen landwirtschaftlichen Betrieb. Da kommt das Privatleben natürlich manchmal ein wenig zu kurz. „Natürlich muss man Abstriche machen und hin und wieder auch mal ein Wochenende oder den einen oder anderen Abend opfern,“ erklärt die Landwirtin lachend. Doch das störe sie überhaupt nicht, die Politik sei schließlich ihr persönliches „zeitaufwendiges Hobby“. Und auch wenn Kreuzmair sicherlich als Politikerin aus Leidenschaft bezeichnet werden kann, in der Position als Oberbürgermeisterin sieht sie sich nicht. „Ich habe nie auf eine solche Position hingearbeitet, das war nie mein Ziel. Auch als Stadträtin und stellvertretende Bürgermeisterin geht es mir um die Stadt und die Menschen, denn mir liegt sehr viel an Germering,“ erklärt Manuela Kreuzmair. Dazu gehört für sie auch, dass der ländliche und städtische Teil Germerings optimal miteinander verbunden wird, ein kontrolliertes Wachstum der Stadt ohne dabei in den Stillstand abzurutschen und ein gutes Miteinander der Menschen. Natürlich entsteht ein solches Miteinander vor allem auch durch Begegnungen, Feste, Veranstaltungen – eben alles, was momentan aufgrund der anhaltenden Corona-Krise, den Be- und Einschränkungen eher schwer umsetzbar ist. Dennoch blickt Kreuzmair positiv in die Zukunft. „Ich hoffe, dass wir alles verwirklichen können, was wir momentan planen,“ erklärt sie optimistisch.

Julia Huß

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