Klimaschutz- und Energiebeauftragter 

Neuer Klimaschutz-Manager für Stadt und Stadtwerke FFB

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Der 29-jährige Marco Schwentzek ist der neue Klimaschutz- und Energiebeauftragte der Stadtwerke und der Stadt.

Fürstenfeldbruck – Marco Schwentzek ist der neue Klimaschutz- und Energiebeauftragte der Stadt und der Stadtwerke Fürstenfeldbruck. Der gebürtige Weilheimer, der in Landsberg wohnt und jetzt in Bruck die vakante Stelle übernimmt, wurde bei einem Gespräch am 11. 12. vorgestellt. 

 Um die bereits bestehenden Aktivitäten, die Stadt und Stadtwerke auf dem gemeinsamen Weg zur Energiewende und dem Klimaschutz beschreiten, noch weiter zu koordinieren und weitere Klimaschutzmaßnahmen zu initiieren, wurde im Jahre 2007 die Stelle eines Klimaschutzmanagers eingerichtet. Seit Anfang November wurde die seit längerer Zeit vakante Stelle mit Marco Schwentzek neu besetzt. Bei einem Pressegespräch am 11. Dezember stellte der Geschäftsführer der Stadtwerke, Karl Heinz Schönenborn, den neuen Klimaschutz- und Energiebeauftragten vor. 


Dabei zeigten Schönenborn, Stadtbaumeister Martin Kornacher sowie Vertriebsleiter und Prokurist Andreas Wohlmann nochmals das Aufgabengebiet des 29-jährigen Schwentzek auf. Der gebürtige Weilheimer, der in Landsberg wohnt, studierte an der Hochschule Augsburg Umwelt- und Verfahrenstechnik und war danach bei der Forschungsgesellschaft für Energiewirtschaft mbH in München mit dem Arbeitsschwerpunkt kommunales und industrielles Energiemanagement tätig. Hierbei wirkte er als ingenieurtechnischer Berater in Energieeffizienz-Netzwerken und erstellte für Gemeinden, Städte und Betriebe nachhaltige Energiekonzepte. 


 Schwentzek wird letztlich die Aufgaben seiner Vorgänger Benjamin Frank, der 2007 als erster gemeinsamer Klimaschutzmanager von Stadt und Stadtwerken fungierte und Dr. Ulrike Strauch, die ihm nachfolgte und aus familiären Gründen vor einigen Monaten aufhörte, fortführen. Auch Schwentzek wirkt dabei als Bindeglied zwischen der Stadtverwaltung und den Stadtwerken. In dieser Funktion wird er schon in frühem Stadium auf energetische Belange bei der Planung von neuen Baugebieten und Sanierungsmaßnahmen achten. Als gemeinsames Instrument dient der „Energienutzungsplan“.


 Auch EU-rechtlich stehen Stadt und Stadtwerke vor ähnlichen Anforderungen: Das „Energiedienstleistungsgesetz“ verpflichtet die Energieunternehmen und den öffentlichen Sektor zur Energieeinsparung und Steigerung der Energieeffizienz. Kommunale Neubauten dürfen zum Beispiel ab 2018 nur noch im Niedrigstenergiestandard errichtet werden und müssen den verbleibenden Heizenergiebedarf aus erneuerbaren Quellen decken. Um das ambitionierte Klimaschutzziel zu erreichen und bis 2030 den CO2-Ausstoß um 35 Prozent zu verringern, ist Fürstenfeldbruck allerdings darauf angewiesen, die Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen mit ins Boot zu nehmen. 


Der Umstieg auf erneuerbare Energien und das Einsparen von Energie ist dabei nicht nur gut für die Umwelt, sondern wird auch wirtschaftlich immer attraktiver, nachdem die Energiepreise stetig steigen. Marco Schwentzek wird deshalb die Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen beim Anpacken der Energiewende tatkräftig unterstützen, mit Informations- und Beratungsangeboten rund um Energie und Energie-Effizienz, zum Beispiel im Rathaus-report, auf den Energietagen, mit Flyern und zukünftig auch in einem Internet-Energieportal. Damit die Energiewende von allen auch finanziell bewältigt werden kann, bieten Stadt und Stadtwerke bereits Förderprogramme für Wärmedämmung und Elektromobilität an. 

 Dieter Metzler


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