Markus Droth und Peter Glockzin

Zwei CSU-Männer wechseln zu  den Freien Wählern

+
Markus Droth - ehemals CSU - wechselt zu den freien Wählern.

Peter Glockzin und Markus Droth verlassen die CSU und schließen sich den Freien Wählern an. „Die Gründe sind rein persönlicher Natur“, betonen beide. „Für uns sind eine gute Zusammenarbeit in einer Fraktion als Mannschaft und über die Fraktionsgrenzen hinweg die Basis für ein effizientes Arbeiten für die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger in unserer Stadt“. Dies sei für sie unverzichtbar.

Fürstenfeldbruck - Als Peter Glockzin für gut zwei Jahren in den Stadtrat nachrückte, fand er mehr Gehör bei Stadtratskollegen anderer Fraktionen. „Diese standen meinen Fragen und Anliegen offen gegenüber und nahmen sich die Zeit, mich über Detailhintergründe aufzuklären“, resü- miert Glockzin. Ein Knackpunkt in jüngster Vergangenheit sei die Wahl zum Wirtschaftsbeirat gewesen. „Ich war entsetzt, dass dann seitens der Brucker CSU-Partei- und Fraktionsspitze Nachforschungen angestellt worden sind, wer aus den eigenen Reihen bei dieser geheimen Abstimmung für welchen Vorschlag gestimmt hat.“ 

"Hinterzimmeraristokratie" bei Erstellung der Stadtratsliste für die Kommunalwahl

Er sieht darin einen klaren Verstoß gegen das Selbstverständnis, dass die Stadträte alleine dem Allgemeinwohl verpflichtet seien und jeder nach bestem Wissen und Gewissen entscheide. „Das Fass zum Überlaufen hat dann in den letzten Wochen die Art und Weise der Erstellung der Stadtratsliste für die kommenden Kommunalwahl gebracht.“ Hier setzt auch Markus Droth an. Er hatte sich erhofft, dass das gemeinsame Erarbeiten eines Vorschlags für die Stadtratsliste von der Fraktions- und Vorstandsspitze genutzt werde, „um strukturell und als Mannschaft die Kurve zu bekommen und ein starkes Zeichen nach außen und innen zu setzen“. Aber es sei nur zu einer Hinterzimmeraristokratie gekommen. 

Gute Mannschaftskultur bei den Freien Wählern

Für ihn habe nun nach vielen Jahren in der CSU den Ausschlag für den Weggang gegeben, dass es ihm im Vorfeld der Nominierung „wie Schuppen von den Augen gefallen ist“, dass sich auch die nächsten sechs Jahre in der Brucker CSU bei dieser Führung nichts ändern werde. „Ich bin als Sportler gewohnt, dass ich mich in eine Mannschaft einordne“, sagt Droth. „Eine gute Mannschaft zeichnet sich aber dadurch aus, dass starke Einzelspieler sich in die Gemeinschaft einbringen, und jeder bereit ist, für den anderen den Ball zu erkämpfen und auch einmal von der Linie zu holen“, ist Droth überzeugt. Davon sei aber nichts in der Brucker CSU zu spüren, und es mache keinen Sinn, mit seinen Ideen weiterhin hinter dem Berg zu halten, während die Partei- und Fraktionsspitze meine, Anträge ohne Diskussion in der Fraktion im Stadtrat zu stellen, und damit die Bandbreite einer Diskussion von vornherein einengt. „Zu den Freien Wählern gehen wir, weil wir hier gerade diese Kombination von guter Mannschaftskultur und breiter inhaltlicher Übereinstimmung vorfinden, gepaart mit einer Bandbreite an Entwicklungsmöglichkeiten“, so Glockzin und Droth. „Wir bedanken uns bei allen Fraktionen, mit denen wir gesprochen haben, für ihre Offenheit. Aber nun freuen wir uns auf dieses neue Arbeiten in den Reihen der Freien Wähler.“ 

red

Auch interessant

Meistgelesen

Hallo Fürstenfeldbruck, da sind wir!
Hallo Fürstenfeldbruck, da sind wir!
3x2 Karten für "Best of Black Gospel" im Veranstaltungsforum gewinnen
3x2 Karten für "Best of Black Gospel" im Veranstaltungsforum gewinnen
"Windelzuschuss" für umweltbewusste Familien angedacht
"Windelzuschuss" für umweltbewusste Familien angedacht
Zoff am Marthabräuweiher wegen Lärm
Zoff am Marthabräuweiher wegen Lärm

Kommentare