Nach 27 Jahren ist Schluss

Marlene Gnam von der Ökumenischen Nachbarschaftshilfe in den Ruhestand verabschiedet

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Die Nachbarschaftshilfe jetzt und auch in Zukunft in guten Händen: Marlene Gnam (Mitte) und ihre Nachfolgerin Christine Grunert (rechts). Pflegedienstleiterin Susanne Beistle (links) unterstützt das Team ebenfalls.

Es ist nicht nur der Schritt in den Ruhestand, den Marlene Gnam mit Jahresende offiziell geht. Mit der 65-jährigen verabschiedet sich nach achteinhalb Jahren als Geschäftsführerin und insgesamt 27 Jahren Tätigkeit die Grand Dame der Ökumenischen Nachbarschaftshilfe Fürstenfeldbruck und Emmering (ÖNBH).

Fürstenfeldbruck - Wie sehr ihn das bewegt, beschrieb Rainer Goretzki, der erste Vorsitzende der Nachbarschaftshilfe: „Sie repräsentieren öffentlich die ökumenische Nachbarschaftshilfe“, so Goretzki bei der offiziellen Verabschiedung der 65-Jährigen, die achteinhalb Jahre die Geschäfte der Ökumenischen Nachbarschaftshilfe (ÖNBH) für Fürstenfeldbruck und Emmering leitete. Zum Jahresende geht Gnam in den Ruhestand. Ihre Fähigkeit das Team täglich zu motivieren, habe ihn beeindruckt, so Goretzki. „Gleichzeitig haben Sie viel Menschlichkeit gezeigt und waren immer am Fortkommen der Mitarbeiter interessiert“, schloss Goretzki, der auch dem Werdegang Gnams bei der ÖNBH breiten Raum einräumte. 

27 Jahre bei der Nachbarschaftshilfe

Nahe Augsburg geboren, zog Gnam 1991 nach Fürstenfeldbruck und kam bereits ein Jahr später zu der Organisation. „Ein Glücksfall“, wie Goretzki anmerkte. Denn bei der Einführung der Pflegeversicherung im Jahr 1993 seien die hohen EDV-Kenntnisse Gnams sehr wertvoll gewesen. In das gleiche Jahr fiel die Einführung der Mittagsbetreuung an der Grundschule in Emmering, 2009 wurde das Mehrgenerationenhaus LiB im Stadtteilzentrum eröffnet, für das die ÖNBH die Trägerschaft hält. „Bei allen Entscheidungen hat mich stets ihre Menschlichkeit beeindruckt“, fasste Goretzki das Verständnis von Gnam als Führungskraft zusammen. Ebenso großen Respekt zollte Brucks zweiter Bürgermeister Christian Götz. „Wer 27 Jahre im gleichen Unternehmen arbeitet, hat höchste Anerkennung verdient“, betonte Götz die Beständigkeit Gnams und ihre Fähigkeit sich weiterzuentwickeln. 

Augenzwinkernd fügte Götz an, dass Gnam bei der ÖNBH das Dienst-Radl eingeführt habe. „Das haben Sie der Stadt voraus“, sagte Götz. Emmerings Bürgermeister Michael Schanderl erwähnte zum einen, dass die Zusammenarbeit bei der Mittagsbetreuung zwischen Kommunen und ÖNBH in Emmering begonnen habe. „Mit zehn Kindern, heute sind es 130.“ Noch wichtiger war Schanderl aber, das man sich auf Gnam verlassen konnte. „Ihr Wort hat gegolten, noch ehe ein Schriftstück unterzeichnet war.“ 

Mehr Zeit für Radfahren, wandern und Skifahren

Dass man in der ÖNBH einen guten Partner habe, werde er an seinen Nachfolger weitergeben, so Schanderl, der bei den Kommunalwahlen 2020 in Emmering nicht mehr antritt. Der ÖNBH bescheinigte Schanderl mit der Wahl von Gnams Nachfolgerin Christine Grunert ein „glückliches Händchen“ bewiesen zu haben. Brucks zweiter Bürgermeister Götz stimmte dem zu. Gnam selber freut sich nun auf mehr Zeit für Radfahren, wandern und, passend zur Jahreszeit auf`s Skifahren mit Freunden und Familie. Doch ganz Adieu sagen wird Gnam möglicherweise nicht. Von Seiten des Mehrgenerationenhauses will man sie als ehrenamtliche Mitarbeiterin gewinnen. 

Hans Kürzl

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