Landtagswahl

Über die Liste in den Landtag

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(von links) Hans Friedl und Martin Runge

Neben den beiden Gewinnern des Direktmandats in den Stimmkreisen FFB-Ost und Landsberg/FFB-West, Benjamin Miskowitsch (CSU) und Alex Dorow (CSU), schafften aus den beiden Stimmkreisen Martin Runge (Grüne) und Hans Friedl (FW) über die Oberbayern-Liste ihrer Parteien den Sprung ins Maximilianeum.  Dem guten Abschneiden der AfD zu verdanken hat auch der Gautinger Ingo Hahn sein Mandat. Der Direktkandidat im Stimmkreis FFB-Ost verbesserte sich auf der AfD-Liste von Rang neun auf Platz vier.

Der Allinger Friedl erreichte 17.647 Stimmen, davon 6.361 Zweitstimmen. Damit rückte der 61-jährige selbständige Kaufmann für Grundstücks- und Wohnungswirtschaft und Landwirt im Nebenerwerb von Platz zwölf auf der FW-Liste auf Rang acht vor, was aufgrund des guten Ergebnisses der Freien Wähler reicht, um erstmals in den Landtag einzuziehen. „Ich werde meine ganze Kraft für die Belange unseres Landkreises, unserer Region einbringen“, freute sich Friedl über den Einzug ins Maximilianeum. „Die Themen Mobilität, Altersarmut und Wohnungsnot müssen mehr Bedeutung finden“, sagt Friedl. 

Flächenfraß und Nachhaltigkeit

Als Landwirt im Nebenerwerb stehen bei ihm die Themen Flächenfraß und Nachhaltigkeit ganz oben auf der Agenda. Gröbenzells zweiter Bürgermeister und Kreisrat Martin Runge holte 32.158 Stimmen, davon 9.372 Zweitstimmen. Der 1958 geborene Runge, der zu den Gründungsmitgliedern der Grünen auf Landes- und Bundesebene zählt, schaffte damit gar den Sprung von Platz zwölf auf Platz fünf auf der Grünen-Liste. Mit 32,8 Prozent hat Runge in seiner Gröbenzeller Gemeinde sein Ergebnis von 2013 um gut zehn Prozent übertroffen. Der 60-jährige dreifache Familienvater gehörte schon von Mai 1996 bis September 2013 dem Landtag an und zog erst im vergangenen Jahr für die in den Bundestag gewählte Landtagsabgeordnete Margarte Bause als Nachrücker wieder in den Landtag ein. 

Thomas Goppel nach 44 Jahren nicht mehr im Landtag

Als dritte Abgeordnete schaffte den Sprung ins Maximilianeum die „Grüne“ Gabriele Triebel, Diplom-Sportlehrerin und zweite Bürgermeisterin aus Kaufering. Die 57-jährige Kommunalpolitikerin, die neben Dorow (CSU) als zweite Abgeordnete aus dem Stimmkreis Landsberg/FFB-West in den Landtag einzieht, kam auf 25.853 Stimmen, davon 23.488 als Direktkandidatin. Durch das schlechte Abschneiden der CSU büßte der langjährige ehemalige Generalsekretärs und frühere Wissenschaftsministers Thomas Goppel nach 44 Jahren sein Mandat ein. Der 71-jährige Landespolitiker aus Eresing ging im Stimmkreis Landsberg/FFB-West auf der Liste ins Rennen, der CSU steht aber kein einziges Listenmandat zu.

Auf der Strecke blieben auch Peter Falk (SPD) aus Gröbenzell und Christian Winklmeier (SPD) aus Gilching. Ebenso endete die Karriere von Germerings Sepp Dürr. Der ehemalige Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag (12/2000 bis 09/2008) rückte zwar von Platz 42 auf Rang 28 vor, aber das reichte nicht für den Wiedereinzug. Da die FW acht Vertreter aus Oberbayern in den neuen Landtag entsenden, blieb auch Georg Stockinger, der am Ende auf Platz 15 landete, ohne Mandat.

Dieter Metzler

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