Schüler des Max-Born-Gymnasiums aus Germering brillieren beim Regionalwettbewerb

Vierfacher Erfolg bei „Jugend forscht“

Alexander Ritschel gewann mit seinem Raumluftberater den ersten Preis im Bereich „Arbeitswelt“ der Sparte „Schüler experimentieren“.
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Alexander Ritschel gewann mit seinem Raumluftberater den ersten Preis im Bereich „Arbeitswelt“ der Sparte „Schüler experimentieren“.
  • vonClaudia Becker
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Germering – Vier Jungforscher des Max-Born-Gymnasiums (MBG) haben bei den Regionalwettbewerben „Jugend forscht“ in München und Augsburg einen Preis erreicht. Trotz Corona waren sie mit 115 weiteren Jugendlichen angetreten und hatten ihre Forschungsergebnisse den Juroren des ersten virtuell veranstalteten Wettbewerbs in der 56-jährigen Geschichte von „Jugend forscht“ präsentiert.

Dem 14-Jährigen Alexander Ritschel gelang es, eine elektronische Schaltung mit Sensoren und Display zu realisieren, die Empfehlungen zum Lüften abgibt. Damit kann er die Einhaltung der Hygieneregeln unterstützen. Ein Sensor überprüft im Sekundentakt die CO2- Konzentration im Klassenzimmer. Steigt diese, so wächst auch die Gefahr einer Covid 19-Infektion durch zusammen mit dem CO2 ausgeatmete Aerosole. Zusätzlich berücksichtigt der elektronische Raumluftberater die Raumtemperatur. „Bei zu niedriger Temperatur fühlt man sich nicht wohl, dann ist Lüften keine gute Option“, so Alexander. Stattdessen werde man zum Verlassen des Raumes aufgefordert. Für seine Arbeit wurde ihm der erste Preis im Bereich „Arbeitswelt“ der Sparte „Schüler experimentieren“ verliehen. Er darf nun das MBG beim Landeswettbewerb von „Jugend forscht“ im April vertreten.

Die 17-jährige Julia Kusyapkulova hat viel Zeit mit dem Spiegelteleskop verbracht.

Viele Nächte stieg Julia Kusyapkulova (17) auf die Sternwarte des Max-Born, um mit dem Spiegelteleskop und einer Spiegelreflexkamera Fotos von der Andromedagalaxie, dem Ringnebel in der Leier und anderen deep-sky-Objekten zu machen. Dabei verfeinerte sie ihre Techniken, um Bildfehler zu eliminieren, wie sie durch Staubkörnchen auf dem tortenplattengroßen Spiegel des Teleskops oder durch überempfindliche Pixel der Kamera entstehen. Jedes Himmelsobjekt wurde vielfach abgelichtet um in einer komplizierten Bildbearbeitung eine größere Helligkeit und weniger Störungen zu erreichen. Dafür erhielt Julia den dritten Preis in der Kategorie Geo- und Raumwissenschaften.

Darius Winter mit Digitaloszilloskop und Schwingkreis.

Darius Winter, 18 Jahre, untersuchte die zeitlichen Veränderungen des Stromflusses in einem Schwingkreis, der beispielsweise für Synthesizer verwendet wird um verschieden hohe Töne zu erzeugen. „Besonders intensiv habe ich mich mit der Theorie beschäftigt“, berichtet Darius. „Dazu musste ich Bücher aus der Unibibliothek lesen, die mit raffinierten mathematischen Methoden genaue Vorhersagen machen – die dann präzise zu meinen Messergebnissen passten.“ Die Jury erkannte ihm dafür den 3. Preis im Bereich Physik und einen Sonderpreis zu.

Markus Huber mit Wärmebidlkamera und Kupferstab.

Wie schnell Wärme durch einen Kupferstab fließt, untersuchte der 18-Jährige Markus Huber mit Hilfe einer Wärmebildkamera und voluminösen Wasserbecken. Im Abstand weniger Sekunden schoss er zahlreiche Fotos, die er zu einem Film zusammensetzte. Mehrfach verbesserte er seine Apparatur, reduzierte die Wärmeverluste durch eine Isolation mit Styropor und verglich die Fließgeschwindigkeit der Wärme mit den Ergebnissen der aufwändigen Theorie, die er mit Hilfe von Excel simulierte. Markus wurde von der Jury mit einem Sonderpreis ausgezeichnet.

Betreuungslehrer begeistert von Schülerleistungen

Der Betreuungslehrer des Wahlunterrichts „Jugend forscht“ am MBG, Eckart Werner-Forster, zeigt sich begeistert vom Einsatz der Schüler und von der Qualität der Arbeiten. „Alle vier haben große Eigenständigkeit gezeigt, ohne die in Coronazeiten solche Arbeiten nicht möglich gewesen wären“, so sein Urteil. „Diese Fähigkeit wird für sie noch oft in ihrem Leben nützlich sein.“

red

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