Mit Mehmet Scholl - 4. Intern. Jugend-Fußball Hallenmaster um den OCE-Cup in FFB

Ein Hauch von Championsleague war in der vollbesetzten Wittelsbacherhalle zu spüren, als die D-Junioren (Jahrgang 1996) des FC Bayern München auf dem Siegerpodest und im goldenen Konfettiregen den überdimensionalen Wanderpokal um den OCE-Cup am Samstagabend nach 2006 und 2007 zum dritten Mal in Empfang nahmen. Die Mannschaft, die erstmals vom ehemaligen Nationalspieler und Ex-Profi des FC Bayern, Mehmet Scholl, betreut wurde, hatte im Endspiel den SK Rapid Wien mit 2:1-Toren besiegt. Der Zufall wollte es, dass sich die im Eröffnungsspiel am Vormittag gegenüberstehenden Mannschaften - da hatten die „kleinen Bayern“ die Österreicher mit 4:3 bezwungen – am Ende wieder gegenüberstanden. Nach dem dreimaligen Gewinn in Folge wandert die Trophäe entsprechend dem Reglement endgültig in den Pokalschrank des Bayern-Nachwuchses an der Säbener Straße.

Unter dem Motto „Miteinander spielen, statt gegeneinander kämpfen“ tummelten sich an zwei Tagen 24 Jugendmannschaften von deutschen und europäischen Spitzenclubs bei dem bereits zum vierten Mal vom SC Fürstenfeldbruck veranstalteten Internationalen Hallenfußball-Turnier in der eigens mit Kunstrasen und Rundumbande präparierten Halle. Am Samstag spielten zunächst zwölf Mannschaften des Jahrgangs 1996, und am Sonntag der ein Jahr ältere Jahrgang jeweils einen Wanderpokal aus. Erneut erwies sich die Veranstaltung, die in Deutschland seinesgleichen suchen dürfte, als Zuschauer-Magnet. Rassigen Hallenfußball auf hohem Niveau präsentierten die Profis von morgen und begeisterten damit die Zuschauer in der an beiden Tagen voll besetzten Halle. Neben dem Nachwuchs des FC Bayern München, Schalke 04, Bayer Leverkusen, Werder Bremen, VfB Stuttgart, TSG Hoffenheim, VfL Wolfsburg, Hertha BSC Berlin, Hannover 96, Hamburger Sportverein, Karlsruher SC, sowie aus dem Ausland einer Mannschaft aus Aston Villa (Großbritannien), Rapid Wien (Österreich), Sparta Rotterdam (Niederlande), FC Luzern (Schweiz), Vasas Budapest (Ungarn) hatten sich zuvor der TV Schierling, der FSV Waiblingen und der TSV 1899 Blaustein für das Turnier qualifiziert. Mit drei Nachwuchs-Mannschaften des SCF – am Samstag zwei und am Sonntag eine Mannschaft – komplettierte der Veranstalter mit drei Teams das Teilnehmerfeld. Verfolgte der 39-fache ehemalige Münchner Nationalspieler Scholl in den vergangenen Jahren das Turnier als interessierter Beobachter von der Tribüne aus, so nahm der 38-jährige Sohn eines türkischen Vaters und einer deutschen Mutter diesmal als Coach des Bayern-Nachwuchses, dem auch sein Sohn Lukas angehört, aktiv und mit emotionaler Begeisterung am Turnierverlauf teil. Dabei hielt sich der Fußball-Europameister aus dem Jahre 1996 und inzwischen zum ARD-Experten aufgestiegene Scholl aber erkennbar im Hintergrund. Er gab mehrmals zu verstehen, dass nicht er im Rampenlicht stehe, sondern die Nachwuchs-Kicker. Das ständige Blitzlichtgewitter war ihm spürbar zuwider, was ihn aber durchaus sympathisch machte. Bei aller Begeisterung für den Fußball wurde die im vergangenen Jahr ins Leben gerufene „Golden-Goal-Aktion“ fortgesetzt, die dem Veranstalter ein besonderes Anliegen ist. Jedes erzielte Turniertor wurde mit zwei Euro belohnt. Der dabei eingespielte Betrag in Höhe von 932 Euro wurde vom Ausrichter auf 1000 Euro aufgerundet. Der Turniersieger aus Berlin spendierte auch noch 100 Euro. Die Summe wurde dem 12-jährigen SCF-Juniorenspieler Tobias Werner gespendet, der aufgrund einer schweren Erkrankung alle Träume von einer Karriere als Fußballer begraben musste. Endstand Jahrgang 1996: 1. FC Bayern München, 2. SK Rapid Wien, 3. Bayer 04 Leverkusen, 4. FC Schalke 04, 5. 1. FC Köln, 6. SV Werder Bremen, 7. SC Fürstenfeldbruck, 8. VfL Wolfsburg, 9. Sparta Rotterdam, 10. TV Schierling, 11. Aston Villa, 12. SC Fürstenfeldbruck II. Endstand Jahrgang 1995: 1. Hertha BSC Berlin, 2. Hamburger SV, 3. VfB Stuttgart, 4. Hannover 96, 5. Karlsruher SC, 6. FSV Waiblingen, 7. Vasas Budapest, 8. FC Bayern München, 9. TSG Hoffenheim, 10. FC Luzern, 11. TSV Blaustern, 12. SC Fürstenfeldbruck.

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