Einführung eines Helfers vor Ort rückt in greifbare Nähe

Mehr als 30 Freiwillige für Türkenfelder „Helfer vor Ort“

Türkenfelds 
Bürgermeister Emanuel Staffler und der Kreisvorsitzende des Bayerischen Roten Kreuzes, Andreas Magg stehen vor einem Dienstfahrzeug des BRK.
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Freuen sich auf die zukünftige Zusammenarbeit: Türkenfelds Bürgermeister Emanuel Staffler (links) und der Kreisvorsitzende des Bayerischen Roten Kreuzes, Andreas Magg (rechts) mit einem Fahrzeug, wie es auch für Türkenfeld angeschafft werden soll.

Türkenfeld – Die Einführung eines Helfers vor Ort in Türkenfeld rückt in greifbare Nähe, wie Gemeinde und Bayerisches Rotes Kreuz mitteilen. Den Grundstein für das Projekt legen dabei über 30 Ehrenamtliche, die sich bereit erklärt haben, den Dienst zu übernehmen.

Finanziert und getragen wird die Einrichtung durch den Kreisverband Fürstenfeldbruck des Bayerischen Roten Kreuzes. Die Gemeinde stellt die erforderlichen Räumlichkeiten und finanziert einen Teil zusätzlicher Ausrüstungsgegenstände.

„Da haben sich zwei gefunden“, so Bürgermeister Emanuel Staffler auf die Frage hin, wie die Partnerschaft zwischen Rotem Kreuz und der Gemeinde zustande kam. Gemeinsam mit dem stellvertretenden Kommandanten der Zankenhausener Feuerwehr, Christopher Merz, hatte der Rathaus-Chef im Herbst 2020 einen Aufruf gestartet. Ziel war es, genügend Ehrenamtliche für das Projekt zu finden. Dies ist gelungen. Über 30 Personen - einige davon mit umfangreichen medizinischen Vorkenntnissen – haben sich bereit erklärt, mitzuarbeiten. Warum? Gerade in medizinisch kritischen Situationen zählt jede Sekunde. Muss dann der Rettungswagen beziehungsweise Notarzt eine längere Anfahrtszeit einplanen, kann es sprichwörtlich „eng“ werden. Helfer vor Ort sind entsprechend für diesen Einsatz ausgebildete Mitglieder der BRK-Bereitschaften, die bei Notfällen von der Integrierten Leitstellen zusätzlich zu dem entsprechenden Rettungsmittel gerufen werden, um die Primärversorgung „vor Ort“ durchzuführen, bis der Rettungsdienst eintrifft. Der Helfer vor Ort kann den Rettungsdienst nicht ersetzen. Er kann ihn jedoch sinnvoll ergänzen.

Magg: „Selbstverständlichkeit, dass wir Unterstützung durch das Roten Kreuz anbieten“

Durch den Aufruf der Gemeinde wurde auch der Kreisverband Fürstenfeldbruck des Bayerischen Roten Kreuzes auf das Projekt aufmerksam. „Da war es für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir Unterstützung durch das Roten Kreuz anbieten. Wir sind ja ohnehin in Türkenfeld bereits mit einer Rettungswache und einer ehrenamtlichen Sanitätsbereitschaft engagiert“ sagt Andreas Magg, Kreisvorsitzender des Roten Kreuz im Landkreis Fürstenfeldbruck. „In Türkenfeld unterstützen uns seit vielen Jahren Bürger mit Spendengeldern. Mich freut es besonders, diese so sichtbar zum Wohle der Türkenfelder Bürger verwenden zu können.“

Bürgermeister Staffler freut sich auf die Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz. Um den „Helfern vor Ort“ eine Heimat zu geben, wird die Gemeinde im Untergeschoss des Kindergarten Sumsemann Räumlichkeiten zur Verfügung stellen. Diese werden heute bereits durch Ehrenamtliche des Roten Kreuzes genutzt. Darüber hinaus greift die Gemeinde den Wunsch einiger Bürger auf und wird einen Teil der Spendengelder aus dem „Türkenfeld-hilft-Fonds“ für zusätzliche Ausrüstungsgegenstände zur Verfügung stellen.

Voraussetzung für den erfolgreichen Start des Projekts ist noch die formale Genehmigung durch den Rettungszweckverband. Diese soll voraussichtlich im Februar erfolgen. Geplant ist, ab dem Herbst 2021 den Dienst in Betrieb zu nehmen. Eine Fahrzeugbestellung durch das Rote Kreuz wurde bereits auf den Weg gebracht.

red

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