Mehr Sicherheit für Radler

Ausstellung in Aumühle beleuchtet Aspekte zur Förderung des Radverkehrs

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Könnte bald auch in Bruck an viel befahrenen Kreuzungen angebracht werden: Der Trixi-Spiegel

Im Rahmen der europaweiten Verkehrswoche eröffnete das Verkehrsforum FFB in den Räumen der Stadtbibliothek die Ausstellung „Mobilität in Bruck“.

Fürstenfeldbruck – In fünf Kurzvorträgen wurden Fragen rund ums Thema Radverkehrsförderung und -sicherheit erörtert. Einige der vorgestellten Verbesserungsvorschläge werden auf der nächsten Sitzung des Umwelt- und Verkehrsausschuss Gegenstand der Debatte sein.

Trixi-Spiegel gegen toten Winkel

Besondere Aufmerksamkeit unter den etwa 30 Vernissagebesuchern im Saal der Stadtbibliothek erzielte Gastredner Ulrich Willburger aus Murnau, der den von ihm erfundenen Trixi-Spiegel vorstellte. Willburger entwickelte diesen Spiegel, nachdem seine Tochter Beatrix 1994 an einer Kreuzung von einem abbiegenden Betonmischer erfasst wurde und nur schwer verletzt überlebte. Es handelt sich hierbei um einen konvexen Spiegel, der an Ampelmasten befestigt den toten Winkel sichtbar macht und somit die Sicht für LKW- und Busfahrer auf Fußgänger oder Radler in unmittelbarer Nähe ihres Fahrzeuges verbessert. Denn trotz angebrachter Seitenspiegel können diese einen großen Bereich vor und neben ihrem Fahrzeug nicht einsehen.

75 Euro pro Spiegel

Willburger berichtet von positiven Erfahrungen und rückläufigen Unfallzahlen in Städten mit Trixi-Spiegeln. So habe Winterhtur bereits vor Jahren nach einer Testphase diese Spiegel flächendeckend an allen relevanten Kreuzungen anbringen lassen. Mittlerweile seien in der Schweiz rund 3.000 Spiegel montiert, wogegen es in Deutschland gerade mal 800 seien, wovon 600 alleine in Freiburg stehen. Bruck könnte immerhin nachziehen, denn Alexa Zierl (Die Partei/Bruck mit Zukunft) hat zusammen mit ÖDP und Grüne einen entsprechenden Sachantrag gestellt, der auf der kommenden Sitzung des Verkehrsausschusses behandelt wird. Am Geld sollte es nicht scheitern, denn die Kosten sind mit 75 Euro pro Spiegel inklusive Halterung durchaus überschaubar.

Markierte Schutzstreifen und grüner Pfeil

Weitere Verbesserungsvorschläge zur Erhöhung der Sicherheit von Radfahrern zeigte Zierl in ihrem Vortrag „Schnell und einfach umsetzbare Maßnahmen für sicheres und angenehmes Radeln in der Stadt“ auf. So seien das Markieren von Radfahr- beziehungsweise Schutzstreifen bis zur Signalanlage an Kreuzungen, eine eigene Ampelregelung für Radfahrer oder ein Grüner Pfeil exklusiv für den Radverkehr nur einige Lösungsansätze, die ein deutliches Plus an Sicherheit brächten und einfach umsetzbar wären.

Ausstellung noch bis 4. Oktober

In weiteren Impulsvorträgen informierten Martin Haisch (SPD) und Forumssprecher Thomas Brückner die Zuhörer darüber, wie ein Radverkehrsnetz abseits der Hauptstraßen sowie eine fahrradfreundliche Umgestaltung der Augsburger Straße aussehen könnte. Verkehrsreferent Mirko Pötzsch (SPD) zog abschließend noch eine gemischte Bilanz zum Thema „Barrierefreie Bahnhöfe und viergleisiger Ausbau der S4.“ Vieles hätte nach Meinung des Verkehrsreferenten besser laufen können.

Diese und weitere Themen zur Mobilität in Bruck werden auf Infotafeln im ersten Stock der Stadtbibliothek ausführlich dargestellt. Die Ausstellung ist noch bis einschließlich Freitag, 4. Oktober zu sehen.

Fischer

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