Demonstration vor dem Bräustüberl

Menschenkette gegen Fremdenhass

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Mit ihren Transparenten „Fürstenfeldbruck ist bunt nicht braun“ setzten die Demonstranten vor der Gaststätte ein Zeichen gegen Fremdenhass
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Maisach – Mehr als 100 friedliche Demonstranten setzten in Maisach ein Zeichen gegen Fremdenhass und Rechtspopulismus.

Beim Besuch von AfD-Vizechef Alexander Gauland im Bräustüberl versammelten sich die Menschen und riefen Gauland und dessen Anhängern Parolen wie „Nazis raus“ und „Verschwindet hier“ entgegen. Offenbar hatte die AfD mit Gegenwind gerechnet, denn eigentlich sollte der Veranstaltungsort zunächst geheim bleiben. Nur nach einer Anmeldung per E-Mail sollte er interessierten Teilnehmern bekannt gegeben werden. Doch in den sozialen Netzwerken wurde der Gauland-Besuch dann doch schnell bekannt – und zwar „auf verschwungenen Wegen“, wie Margot Simoneit vom Bündnis „Fürstenfeldbruck ist bunt – nicht braun“ erklärte.

Friedliche Demonstration mit mehr als 100 Teilnehmern

Eine aktive Gruppe des Bündnisses aus Dachau habe sich über die Pläne der AfD kundig gemacht und die Brucker informiert. „Mittlerweile sind wir bayernweit so gut vernetzt, dass wir so etwas rechtzeitig mitbekommen“, sagte Simoneit. Nachdem zunächst die SPD und später auch die Linken zur Gegendemo aufgerufen hatten, gab auch die AfD klein bei und nannte auf ihrer Facebook-Seite den Veranstaltungsort. Die angestrebte Zahl von 200 Demonstranten wurden es bei eisig kaltem Wind zwar nicht. Mit den mehr als 100 Teilnehmern war Somineit dann aber auch zufrieden. Zumal die Demonstration bis auf ein paar Wort-Scharmützel zwischen einigen AfD-Anhängern und Demonstranten friedlich abrief. 

Mit Transparenten mit Aufschriften wie „Kein Platz für Rassismus“ oder „Stoppt die AfD“ machten die Menschen ihrem Unmut gegen die rechtspopulistische Partei Luft. 

Wirt Harry Faul erteilt Platzverweis

Gauland selbst bekamen sie dabei nur aus der Ferne zu sehen. Der AfD-Vize gelangte über den gesperrten Bräustüberl-Parkplatz zum Hintereingang. Für Unruhe sorgte kurzzeitig lediglich eine Gruppe linker Autonomer, die sich mit ihren schwarzen Anti-Nazi- Transparenten direkt auf dem gesperrten Areal vor dem Hintereingang des Bräustüberls aufstellen wollten. 

Nachdem ihnen von Wirt Harry Faul aber ein Platzverweis erteilt wurde, zog sich die Gruppe – unter der Bewachung der zahlreich vertretenen Einsatzkräfte der Polizei – etwas widerwillig wieder auf den öffentlichen Grund an der Straße zurück.

Andreas Daschner

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