Mitgliederhauptversammlung am 9. März im Gasthaus Oberer Wirt in Biburg

Metzger-Innung wieder bei der FFB-Schau präsent

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Geschäftsführerin Jutta Sellin, Obermeister Engelbert Jais und stellvertretender Obermeister Bernhard Huber

Biburg – Die Metzger-Innung Fürstenfeldbruck wird auch nach 2012 und 2014 auch heuer wieder auf der regionalen FFB-Schau vom 12. bis 16. Oktober in Olching vertreten sein. Darüber stimmten die Metzger bei ihrer Mitgliederhauptversammlung am 9. März im Gasthaus Oberer Wirt in Biburg ab, nachdem die Vorstandschaft ihre Teilnahme dem Veranstalter gegenüber bereits signalisiert hat. „Wir brauchen solche Veranstaltungen zur Aufpolierung unseres Images“, appellierte Innungs-Obermeister Engelbert Jais an seine Metzger. „Die Darstellung unseres Handwerks in der Öffentlichkeit ist wichtig.

 Deshalb bitte ich euch um Unterstützung.“ Nach einer kontrovers geführten Diskussion, bei der über die Einführung eines Metzger-Stammtisches, die Einrichtung einer Ernährungsberatungs-Ecke, oder wie vor zwei Jahren, eine öffentliche Leberkäs-Prüfung mit Prämierung veranstaltet werden sollte oder, ob vielleicht jeden Messetag ein anderer Metzgerbetrieb das Handwerk präsentieren sollte, stimmten zwei Metzger gegen eine Teilnahme an der FFB-Schau und einer enthielt sich der Stimme. Bei den Lebensmitteln sei der Wunsch des Verbrauchers auf eine Rückverfolgbarkeit besonders hoch, sagte Jais zuvor in seinem Jahresbericht. „Wir wissen, wo unser Fleisch herkommt“, so der Obermeister. Laut einer aktuellen Umfrage würden 64 Prozent der Verbraucher mehr für das Fleisch zahlen, wenn sie dafür mehr Sicherheit bekommen. „Bei uns erhält der Kunde die Transparenz. Er erfährt, wo das Tier herkommt, wie es gehalten und gefüttert wurde und wo es geschlachtet wurde.“ Dies können die Metzger im Landkreis garantieren, und diese Chance müsse man nutzen, so Jais. Nach wie vor besteht großer Fachmangel bei den Metzgern.

 „Es muss uns gelingen, junge Leute für das Handwerk zu begeistern.“ Überregional werden die Metzger zwar vom Fleischerverband mit etlichen Maßnahmen und großer Öffentlichkeitsarbeit unterstützt, aber nur, „wenn wir selbst ausbilden, können wir den Mangel beheben. Wir haben den schönsten Beruf, den man sich vorstellen kann.“ Svenja Fries aus Augsburg, zuständig für die technische und technologische Beratung beim Fleischerverband Bayern, informierte die Metzger sehr ausführlich über die Änderungen der Leitsätze für Fleisch- und Fleischererzeugnisse, die Ende des vergangenen Jahres veröffentlicht wurden. So besagt eine Änderung beispielsweise, dass der Leberanteil bei Kalbsleberwurst künftig in jedem Fall Kalbsleber enthalten muss. In der Vergangenheit genügte es, wenn lediglich 15 Prozent Kalb- bzw. Jungrindfleisch enthalten waren.

 Für den charakteristischen Leberanteil wurde meist nur die technologisch besser geeignete Schweineleber verwendet. Derartige Erzeugnisse dürfen jetzt nur noch als Kalbfleisch-Leberwurst bezeichnet werden, müssen aber nach wie vor 15 Prozent Kalb- ggf. Jungrindfleisch enthalten. Von einer Fortsetzung der Hochstimmung im Lebensmittelhandel im letzten Quartal berichtete Kreishandwerksmeister Harald Volkwein. Laut Umfrage der Handwerkskammer konnte die Hälfte der Betriebe ihre Umsätze steigern. Die hohe Kaufkraft der Verbraucher und die niedrigen Energiepreise sorgten zusätzlich für günstige Rahmenbedingungen. Auch Volkwein plädierte für eine Teilnahme der Metzger an der FFB-Schau und bedauerte, dass die Metzger nicht am Berufs-Infomarkt vertreten sind. Vertreten ist hingegen die Kreishandwerkerschaft mit seinen fünf angeschlossenen Innungen auf der Vocatium am 5./6. April, zu der aktuell bis jetzt 156 Lehrplatzanfragen vorliegen. Von den Brucker Stadtwerken informierten Andreas Wohlmann und Berthold Reiß eingangs der Mitgliederversammlung über die Strompreisentwicklung. Dabei boten sie den Innungs-Metzgern eine Stromkostenoptimierung sowie individuelle Sonderverträge mit einer Preissicherung für die nächsten vier Jahre an.

Dieter Metzler

 

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