Kräuterbuschen für Mariä Himmelfahrt

400 Kräuterbuschen für guten Zweck

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Die Frauen des Missionskreises der Pfarrei St. Magdalena binden fleißig 400 Kräuterbuschen, die an Mariä Himmelfahrt an Gottesdienstbesucher verkauft werden

Alljährlich werden zum katholischen Hochfest Mariä Himmelfahrt vor allem in Süddeutschland und Tirol Kräuterbuschen gebunden – so auch in Bruck. Nach der Messe werden die dort geweihten Büscherl an die Gottesdienstbesucher verkauft. Der Erlös kommt karitativen Zwecken in der ganzen Welt zugute

Fürstenfeldbruck – „Mindestens sieben Kräuter gehören in ein Kräuterbüscherl“, erklärt Annemarie Maier vom Missionskreis der Pfarrei St. Magdalena im Pfarrverband Fürstenfeldbruck. In der Mitte befindet sich meist die Königskerze umgeben von Kräutern wie Salbei, Johanniskraut, Lavendel, Thymian Pfefferminz und vielen anderen mehr. Die Anzahl schwankt, es können auch mehr sein, aber es ist meist eine heilige, symbolträchtige Zahl. So steht die Sieben für die Anzahl der Schöpfungstage, die Neun beispielsweise für 3x3, also für die heilige Dreifaltigkeit.

Der Brauch geht auf eine Überlieferung zurück

Heilkräuter wurden schon in vorchristlicher Zeit gesammelt, genutzt und auch geopfert. Das Brauchtum unserer heutigen Kräuterbuschen geht auf eine Überlieferung zurück, der zufolge dem leeren Grab Mariens bei seiner Öffnung am dritten Tag durch die Apostel ein Wohlgeruch von Rosen und Kräutern entstiegen sein soll.

Über 400 Büscherl jährlich

Am Tag vor Mariä Himmelfahrt werden die zuvor gesammelten Kräuter zu Kräuterbuschen gebunden und anschließend in mit Wasser gefüllten Behältern bis zum nächsten Tag frisch gehalten. Bei etwa 400 Büscherl, die jährlich hergerichtet werden, eine mühsame Arbeit. An Mariä Himmelfahrt werden die Kräuterbuschen gesegnet und anschließend an die Gottesdienstbesucher verkauft, die sie dann im Haus, meist im Herrgottswinkel, aufhängen.

Unterstützung für Projekte in aller Welt

Bei Unwettern und Stürmen werden heute noch einige dieser getrockneten Pflanzenteile im Feuer verbrannt, das soll vor Blitz und Unglück schützen. Mit dem Erlös unterstützt der Missionskreis Projekte in aller Welt, die Hilfe sowohl in medizinischen, schulischen und landwirtschaftlichem Bereich wie auch der Behindertenarbeit beinhalten, wie etwa für Leprakranke in Indien oder den Bau von Hütten und Zisternen in Nord-Brasilien.

Fischer

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