Spatenstich für den Neubau des Briefverteilzentrums 

In Germering wird der modernste Brief-Standort Deutschlands geschaffen

Der Spatenstich ist getan (von links): Thomas Schneider, Bereichsvorstand Post&Paket Deutschland, Oberbürgermeister Andreas Haas und Bettina Altschäffl, Leiterin Niederlassung Betrieb München.
+
Der Spatenstich ist getan (von links): Thomas Schneider, Bereichsvorstand Post&Paket Deutschland, Oberbürgermeister Andreas Haas und Bettina Altschäffl, Leiterin Niederlassung Betrieb München.
  • Claudia Becker
    VonClaudia Becker
    schließen

Germering – Nachdem die beiden Areale auf denen die Briefzentren in der Münchner Arnulfstraße und in Starnberg stehen, verkauft wurden, bot es sich an, die Versorgungsgebiete für den Briefbereich in dem neuen Briefzentrum München - Germering zusammenzufassen. Um den Baubeginn auch symbolisch zu beginnen, fand nun der Spatenstich auf dem Gelände im Gewerbegebiet Nord statt. 

Auf einer Grundstücksfläche von rund 66.000 Quadratmetern soll ein rechteckiger Gebäudekomplex – eine Betriebshalle, ein Verwaltungsgebäude in Holzhybridbauweise sowie ein Parkhaus – mit einem innenliegendem Betriebshof entstehen. Während die Arnulfstraße bisher für die Leitregionen 80 und 81 zuständig war und Starnberg das Briefzentrum für die Leitregion 82 darstellte, bot es sich nun an, diese beiden Briefzentren an einem neuen Standort zusammenzulegen. Mit der Verlagerung geht auch der Umzug des Sitzes der Niederlassung Betrieb München mit der kompletten Verwaltung einher. „Dies ist die erste Zusammenlegung dieser Art und das neue Briefzentrum ist das erste, welches drei Leitregionen (80/81/82) bedient. Nach Inbetriebnahme im Jahr 2023 wird die tägliche Sortierkapazität rund 2.000.000 Sendungen betragen“, erläutern die Verantwortlichen der Post Thomas Schneider und Bettina Altschäffl bei der anschließenden Pressekonferenz.

Rund 1.300 tarifgebundene Arbeitsplätze werden damit von der Post in Germering geschaffen. „Mit dem Briefzentrum München-Germering schaffen wir einen modernen, nachhaltigen Standort. Die neue Arbeitsumgebung bietet ideale Bedingungen für die Mitarbeiter. Wir arbeiten in vielen über den Tag verteilten Schichten. Das macht unser Unternehmen für Arbeitnehmer in verschiedenen Lebenssituationen attraktiv“, sagt Altschäffl.

Bei der Pressekonferenz stellten Altschäffl, Schneider und Haas das Projekt und den Bauplan vor.

Mit dem Bau des Briefzentrums werden 70 Prozent der Fläche versiegelt – üblich sei eine 80 prozentige Versiegelung bei vergleichbaren Projekten. Beim Thema Nachhaltigkeit setzt die Post zudem unter anderem auf eine intensive und extensive Dachbegrünung, auf eine Fassadenbegrünung an der Südfassade Halle und der Nordfassade Parkdeck sowie einer 1,5 Megawatt Photovoltaikanlage auf dem Dach mit Batteriespeicher. Immerhin hat es sich die Post zur Aufgabe gemacht, bis 2050 emissionsfrei zu werden und dazu soll auch der Standort in Germering beitragen. Das Briefzentrum im Germeringer Norden wird damit Deutschlands modernster Brief-Standort.

Dass das Briefverteilzentrum in Germering nicht bei allen Bürgern auf Zustimmung stößt, ist Oberbürgermeister Andreas Haas durchaus bewusst. „Nach intensiven Diskussionen zur Entscheidungsfindung ist das Briefzentrum aktuell das größte Bauvorhaben in unserer Stadt und wird, neben neuen Arbeitsplätzen, positive Effekte für unsere Handwerks-, Gewerbe- sowie Dienstleistungsbetriebe haben und den Wirtschaftsstandort Germering dadurch nachhaltig stärken“, erklärt er am Tag des Spatenstichs. Nach einem für unzulässig erklärten Bürgerbegehren musste sich die eigens gegründete Bürgerinitiative, die sich gegen das Großprojekt aussprach, widerwillig geschlagen geben. Die Immobilie soll 2022 fertig gestellt und die Maschinen dann im Laufe von 2023 aufgestellt werden, bis der Betrieb vollständig aufgenommen werden kann.

Becker

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Autofahrer kracht betrunken in Leitplanke
Fürstenfeldbruck
Autofahrer kracht betrunken in Leitplanke
Autofahrer kracht betrunken in Leitplanke
Corona im Landkreis FFB: Inzidenz bei 560,61 und 11 Corona-Patienten
Fürstenfeldbruck
Corona im Landkreis FFB: Inzidenz bei 560,61 und 11 Corona-Patienten
Corona im Landkreis FFB: Inzidenz bei 560,61 und 11 Corona-Patienten
Strapaziös und gefährlich - Reisen mit der Postkutsche - Ausstellung im Stadtmuseum Bruck
Strapaziös und gefährlich - Reisen mit der Postkutsche - Ausstellung im Stadtmuseum Bruck
Neue Öffnungszeiten für Schnelltests und Schnellteststrecke in Germering
Fürstenfeldbruck
Neue Öffnungszeiten für Schnelltests und Schnellteststrecke in Germering
Neue Öffnungszeiten für Schnelltests und Schnellteststrecke in Germering

Kommentare