»Task Force Mediennutzung«

Mitglieder des Germeringer Arbeitskreises Schule-Wirtschaft geben Empfehlung zur außerschulischen Mediennutzung

Die Mitglieder der „Task Force“ studieren ihren Flyer „Empfehlung zur außerschulischen Mediennutzung“.
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Die Mitglieder der „Task Force“ studieren ihren Flyer „Empfehlung zur außerschulischen Mediennutzung“.
  • Maximilian Geiger
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Germering – Smartphones, Laptops, PCs und Tablets – heutzutage können digitale Endgeräte für Kinder und Jugendliche eine wertvolle Hilfe als Arbeitsmittel und Begleiter im Alltag sein. Doch die Medaille hat eine Kehrseite: bei unangemessenem und zeitintensivem Gebrauch geht mit ihnen ein enormes Risiko einher, besonders während der außerschulischen Mediennutzung.

Doch wie viel Zeit ist überhaupt sinnvoll? Auch den Germeringer Arbeitskreis Schule-Wirtschaft beschäftigte diese Frage und so gründete man kurzerhand die „Task Force Mediennutzung“, bestehend aus Jürgen Biffar, Gründer der Firma DocuWare in Germering und Leiter des Arbeitskreises, Claudia Wagenführer, Konrektorin der Kerschensteiner Schule, Michala Wienke, stellvertretende Vorsitzende des Elternbeirats des Max-Born-Gymnasiums, Uta Dresch, ebenso Elternbeirätin am Max-Born-Gymnasium und die beiden Initiatoren des Projekts „Digitale Schule FFB“, Thomas Geiger und Guido Grotz.

Alle sind sie selbst Eltern und alle sind sie sich sicher: durch den sinnvollen Einsatz digitaler Lernprogramme können Lernerfolge und Berufschancen erhöht werden, doch damit gehe auch eine höhere Bildschirmzeit einher. Aus diesem Grund sei eine Kontrolle außerschulischer Mediennutzung notwendig.

Um Eltern einen Vorschlag an die Hand zu geben, wie viel Zeit Kinder mit ihren digitalen Endgeräten insgesamt pro Tag verbringen sollten, analysierte die Task Force zunächst die bestehenden Empfehlungen diverser Organisationen. Man kam zu dem Schluss, dass es zwar mannigfaltige Empfehlungen gäbe, diese jedoch oftmals „uneinheitlich und kompliziert“ seien. Das wollte man ändern.

Online-Befragung mit 400 Teilnehmern

In einem zweiten Schritt entwickelte die Task Force einen „eigenen, möglichst einfach anwendbaren Empfehlungsvorschlag“. Um diesem einen offiziellen Rahmen zu geben, führten die Mitglieder des Arbeitskreises eine Online-Befragung zu den vorgeschlagenen Nutzungszeiten durch und baten Eltern aus Germering und der Umgebung um ihre Einschätzung. Insgesamt beteiligten sich etwa 400 Eltern an der Umfrage – ein sehr gutes Ergebnis befindet der Arbeitskreis, denn „man merkt, die Eltern machen sich Gedanken“.

In einem letzten Schritt wertete die Task Force die eingereichten Antworten aus, passte ihre Empfehlung an die Umfrageergebnisse an und erstellte einen Flyer. Dieser soll als eine Art Hilfestellung für Eltern dienen, „die man sich zuhause an den Kühlschrank kleben kann“ und die auf der Internetseite des Wirtschaftsverbandes unter https://wir-sind-germering.de/projekt/mediennutzung sowie unter www.digitale-schule-ffb.de heruntergeladen werden kann.

So führt der Flyer auf, wie viel Zeit Kinder pro Tag mit dem Handy und Co. verbringen sollten, welchen Anteil hierbei Spiele und Videos einnehmen und welche Kommunikationsanwendungen, wie etwa Whatsapp, Skype und Instagram, genutzt werden sollten – unterteilt in die verschiedenen Jahrgangsstufen. So schlägt die Task Force etwa eine außerschulische Mediennutzung für die erste und zweite Klasse von maximal 60 Minuten vor, während Sechst- und Siebtklässler hingegen maximal 120 Minuten mit diesen Medien verbringen sollten.

Unterstützt wurde die Aktion der Task Force von der Stiftung Digitale Bildung und der Initiative Digitale Schule Fürstenfeldbruck.

Maximilian Geiger

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