Mobiles Kulturgut - Zum 6. Mal Oldtimer-Tage in Fürstenfeld mit Tausenden von Besuchern

Tausende von Oldtimer-Liebhabern strömten zu der großen Wochenend-Veranstaltung in Fürstenfeld.

Die Oldtimertage Fürstenfeld wurden auch heuer wieder zu einem großartigen Erfolg. Rund um das Klosterareal herrschte zwei Tage lang ein Ausnahmezustand. Bei herrlichem Herbstwetter lockte die zweitägige Veranstaltung Tausende von Besuchern aus allen Himmelsrichtungen ins Veranstaltungsforum. Bereits zum sechsten Mal strömten die Liebhaber von Automobilen längst vergangener Tage zu der wohl größten Oldtimermesse im süddeutschen Raum.

Neben den weit über eintausend Oldtimern, die es zu bewundern gab, sorgte ein attraktives Rahmenprogramm darüber hinaus für Kurzweil, so dass Groß und Klein, Jung und Alt voll auf ihre Kosten kamen. Sowohl im Innenbereich als auch auf dem Freigelände wurde an zahlreichen Verkaufs- und Informationsständen so ziemlich alles angeboten, was das Oldtimerhobby ausmacht: Ersatzteile, Zubehör und Literatur fanden ebenso Abnehmer wie Werkzeug, Bekleidung oder oldtimerspezifische Dienstleistungen. Auch die Landesgruppe Oberbayern des Deutschen-Automobil-Veteranen-Clubs DAVC e. V. war mit einem Stand vertreten. Der markenunabhängige Oldtimerclub nutzte die Gelegenheit, der Öffentlichkeit Oldtimer als „Mobiles Kulturgut“ zu präsentieren und um Verständnis und Interesse für dieses Hobby zu wecken. Zu jeder vollen Stunde fand eine Verlosung von sechs Kurzfahrten in einem Oldtimer rund um das Gelände statt, auf denen der Oldtimer-Liebhaber einmal das Fahrgefühl in einem Oldtimer aus erster Hand auf dem Beifahrersitz erleben konnte. In seiner unnachahmlichen Art führte auch heuer wieder der ehemalige Leiter der Landesverkehrsabteilung des Deutschen Museums, Hans Straßl, Kinderführungen durch. Dabei erklärte Straßl, der auch schon Kinderbücher verfasste und in Radiosendungen Kindern Rede und Antwort stand, kindgerecht Funktionen und Zusammenhänge der Oldtimer. Sein schier unendlicher Wissensvorrat, seine zusätzlich eingestreuten Anekdoten zogen dabei zunehmend auch Erwachsene in den Bann. Auch der TÜV Süd, der zum wiederholten Male als aktiver Partner an den Oldtimertagen teilnahm, war auf dem Gelände präsent. So wurde die Aktionsbühne im Säulensaal zum „Austragungsort“ von interessanten Vorträgen z. B. zum Thema H-Kennzeichen und für Podiumsdiskussionen, an denen sich der Besucher aktiv beteiligen konnte und wo er wertvolle Informationen aus erster Hand erhielt. „Wir wollen mit unseren Dienstleistungen auch alle Oldtimer-Menschen erreichen“, meinte dazu Kurt Seitz, der Leiter der TÜV-Niederlassung München-West, die für die Landkreise Starnberg, Dachau, Landsberg und Fürstenfeldbruck zuständig ist. „Wir verfügen über Oldtimer-Spezialisten und nutzen die Gelegenheit mit den Verbänden und den vielen Clubs Kontakte zu knüpfen.“ So sei beispielsweise für den Besitzer eines Oldtimers gegenüber seiner Autoversicherung wichtig, ein offizielles TÜV-Wertgutachten vorweisen zu können. Die seit 2005 im Klosterareal stattfindende Veranstaltung hat ihren Ursprung eigentlich in dem erstmals im Jahre 1986 veranstalteten Münchner Veteranen- und Teilemarkt. Im Jahre 2005 erfuhr der Markt eine komplette „Modellpflege“ und ging „runderneuert“ an den Start. Der Erfolg war überwältigend. Schon bei den beiden ersten Veranstaltungen pilgerten die Besucher in Scharen herbei und ließen das Treffen zu einer der schönsten Oldtimerveranstaltungen in Deutschland werden, wie Europas größte Oldtimerzeitschrift „Oldtimer Markt“ bereits nach der ersten Veranstaltung in der Ausgabe 12/2005 titulierte. Die gelungene Veranstaltung 2010 bestätigt diese Aussage einmal mehr.

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