Ergebnisse sollen helfen Verkehrsplanungen in Fürstenfeldbruck voran zu bringen

Wie mobil ist Fürstenfeldbruck?

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In Bruck sollen 500 Haushalte zu ihrem Mobilitätsverhalten befragt werden. Foto: kb

Landkreis – In vielen deutschen Städten, so auch in Fürstenfeldbruck werden Haushalte zu ihrem Mobilitätsverhalten befragt. Diese Interviews führt das infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft, Bonn, für die Studie „Mobilität in Deutschland“ (MiD) durch, für die bis Mai 2017 rund 135.000 Personen bundesweit befragt werden.

Die Untersuchung ist ein gemeinsames Projekt des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), einiger Bundesländer, Städte und Gemeinden sowie zahlreicher regionaler Verkehrsverbünde und -betriebe und wird nach 2002 und 2008 zum dritten Mal durchgeführt. Auch Fürstenfeldbruck beteiligt sich an der Studie: In Bruck werden 500 Haushalte befragt und in die Auswertung mit aufgenommen. Die Ergebnisse stehen ab 2018 zur Verfügung. Die Stadt bittet die ausgewählten Bürger, sich die Zeit zu nehmen und mitzumachen. Die Teilnehmer der Studie werden mittels einer Stichprobe auf Basis von Einwohnermeldedaten oder Zufallsauswahlen von Telefonnummern ermittelt. 

Zunächst ein Interview

Die Erhebung beginnt mit einem Haushaltsinterview: Ein Mitglied des per Stichprobe ausgewählten Haushalts wird zunächst allgemein zu seinem Haushalt befragt. Diese kurze Erhebung kann per Telefon oder online erfolgen. Hierbei wird unter anderem die Zahl der Haushaltsmitglieder erfasst. Im Anschluss erhalten sämtliche Haushaltsmitglieder Erhebungsunterlagen, mit denen sie durchgeführte Wege an einen vorgegebenen Berichtstag erfassen können. Dieser Berichtstag wird per Zufallsauswahl fest von infas vorgegeben. Die Tage werden so verteilt, dass zu jedem Tag im Jahr (Arbeitstag, Wochenende, Feiertag, Ferienzeit) gleichmäßig viele Erfassungen vorhanden sind, so dass die Mobilität eines ganzen Jahres erfasst ist. Das einzelne Haushaltsmitglied muss dementsprechend für den vorgegebenen Tag alle Wege, unabhängig vom genutzten Verkehrsmittel (auch zu Fuß), angeben. Auch wenn überhaupt keine Wege zurückgelegt wurden, soll auch das berichtet werden. Mit der Rückmeldung möglichst aller Haushaltsmitglieder ihrer Mobilität am Stichtag ist ihre Teilnahme an der Studie Mobilität in Deutschland abgeschlossen. 

Teilnahme ist freiwillig und anonym

Die zentrale Aufgabe der Studie besteht darin, repräsentative und verlässliche Informationen zur Soziodemografie von Personen und Haushalten und ihrem Alltagsverkehr (wie Wege nach Zwecken und Verkehrsarten) für ein ganzes Jahr zu erhalten. Sie dient, gewichtet und hochgerechnet, als Rahmen und Ergänzung für andere Verkehrserhebungen wie die Verkehrsbefragungen in einzelnen Städten oder dem Mobilitätspanel. „Die Ergebnisse helfen uns in der Verwaltung, die Verkehrsplanung in Fürstenfeldbruck voran zu bringen. Der besondere Vorteil dieser Studie ist, dass die Auswertung eine hervorragende Qualität hat und vor allem die Ergebnisse Brucks eins zu eins mit denen der anderen Städte verglichen werden können“, erklärt Matthias Fiedler, Verkehrsplaner der Stadt. „Die Untersuchung zeigt nicht nur auf, wer welche Verkehrsmittel für welche Zwecke benutzt, sondern greift darüber hinaus aktuelle Fragestellungen wie den demografischen Wandel, Auswirkungen der Internetnutzung zum Beispiel für Einkäufe und der Digitalisierung allgemein (wie MVV-App, Telearbeit), Einsatz von Social Media, Interesse an Carsharing und Elektromobilität auf. Es geht somit um Themen, die ganz konkret für mich als Bürger von Bedeutung sind.“ Die vom Bundesministerium initiierte Studie unterliegt den Datenschutzbestimmungen für Umfrageforschung. Die Teilnahme ist freiwillig und die Angaben der Befragten werden ausschließlich anonymisiert genutzt. 

Kontakt bei der Stadt

Unter www.mobilitaet-indeutschland.de finden Bürger weitere Informationen zur Studie. Ansprechpartner bei der Stadt ist Matthias Fiedler, Telefon: 08141/2814119, matthias. fiedler@fuerstenfeldbruck.de.

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