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Eingreifen bevor‘s brennt

Modellprojekt "Jugendhilfe vor Ort" startet in Puchheim

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Informieren über den Start des Modellprojekts „Jugendhilfe vor Ort“ (von links): Stephanie Deimhard, Abteilungsleiterin des Landratsamtes, Dietmar König, Leiter Amt Jugend und Familien, Landrat Thomas Karmasin, Bürgermeister Seidl, Jens Tönjes, Leitung der zentralen Dienststelle Soziales Puchheim und Professor Dr. Andreas Kirchner von der Katholischen Stiftungshochschule München.

Das Jugendamt hat mit Vorbehalten zu kämpfen, das weiß Dietmar König, Leiter des Amtes Jugend und Familie des Landratsamtes Fürstenfeldbruck. Wo das Jugendamt ist, da werden Kinder aus Familien gerissen – so lautet beispielsweise ein Vorurteil, das König dementieren möchte.

Puchheim – Ein Schritt damit aufzuräumen und auf die Bürger zuzugehen, um zu beweisen, auch im Amt sitzen nur Menschen, ist das neue Modellprojekt „Jugendhilfe vor Ort“, das nun offiziell gestartet ist.

Planie - Brennpunkt im Landkreis

Ab sofort sitzen in der Puchheimer Bosschstraße 1 fünf sozialpädagogische Mitarbeiter des Jugendamtes, um sich dort mit Schulen, Kinderbetreuungseinrichtungen, Vereinen und Pfarreien kurz zu schließen und zu vernetzen. So soll die Hemmschwelle bei der Kontaktaufnahme mit dem Jugendamt sinken. Doch warum Puchheim? „Wir wollen mit diesem Projekt nach draußen zu den Menschen gehen, dahin wo sie Probleme haben, in ihren Sozialraum“, erklärt Landrat Thomas Karmasin. Zudem sei Puchheim, insbesondere die Planie, ein Brennpunkt und immer wieder Einsatzort des Jugendamtes. Bürgermeister Norbert Seidl: „Ich verspreche mir viel und glaube, dass das Zentrum in der Bosschstraße ein Erfolg wird“. Er weiß: „Je früher man anfängt Kindern zu helfen, desto besser holt man sie aus der Armutsspirale heraus.“ Denn vor allem Eltern oder Alleinerziehende mit geringem Einkommen seien oft mit der Erziehung oder bestimmten Fragestellungen überfordert. Weil deren Kinder nicht die nötige Unterstützung bekommen, fallen meist die Leistungen in der Schule. Wenn zusätzlich noch kulturelle Herausforderungen wie Sprachbarrieren hinzukämen, sähe die Zukunft meist nicht rosig aus.

Der Familienrat - Lösung zur Selbsthilfe

Im Zuge des Modellprojektes wird deshalb zusätzlich eine neue Hilfemaßnahme, der „Familienrat“, eingeführt. Bisher wurden sechs Bürger in einem speziellen Wochenendkurs von der Gesellschaft für Jugend- und Familienhilfe ausgebildet, um eine Art Mediatoren-Rolle in Familien zu übernehmen. Im Familienrat sollen Kinder und Jugendliche die Möglichkeit haben, mit Freunden und Verwandten über ihre Problematik zu sprechen und möglichst aus eigener Kraft zu einer Lösung zu finden – ohne das dabei gleich jemand vom Jugendamt anwesend sein muss. Der Bürgerkoordinator leitet die Familienräte, organisiert sie und hilft bei Lösungsansätzen. „So ist die Hemmschwelle niedriger, frei zu sprechen“, glaubt König. Das Jugendamt steht diesen Mediatoren jedoch unterstützend zur Seite. „Ziel ist es, dass wir nicht erst auf der Matte stehen, wenn es bereits brennt“, schildert König.

Zunächst für drei Jahre - bei Erfolg Ausweitung

„Jugendhilfe vor Ort“ wird zunächst in einem dreijährigen Modellprojekt erprobt. Begleitet wird dies von der Katholischen Sfiftungshochschule München, wie Andreas Kirchner vorstellte: „Wir wollen die Prozesse begleiten, beobachten wie die Vernetzung vor Ort klappt, und uns mit den Wirkungsfaktoren beschäftigen.“ Gelingt dieser Prozess in Puchheim, soll das Konzept bald auf andere Gebiete im Landkreis ausgeweitet werden, kündigte Karmasin bereits an. 

Kohr

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