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Tempo 30 Schilder auf der Dachauer Straße wieder weg - Was halten Sie davon?

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Während eines rund zehnmonatigen Modellversuchs waren auf einem Teilbereich der Dachauer Straße nur Höchstgeschwindigkeiten von 30 Stundenkilometern zugelassen. Das entsprechende Schild wurde nun wieder entfernt.

Der Streckenabschnitt zwischen Augsburger- und Frühlingsstraße auf der Dachauer Straße in Fürstenfeldbruck als Tempo 30 Zone wurde aufgehoben.

Fürstenfeldbruck – Nach fast zehn Monaten endet damit in der Kreisstadt ein Modellversuch, der in verschiedenen bayerischen Städten unterschiedliche Maßnahmen und deren Wirkung auf die Sicherheit des Radverkehrs untersuchen sollte. Mit ersten Ergebnissen wird im Jahr 2020 gerechnet.

Versuch zur Fahrradfreundlichkeit

Zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommune in Bayern führt die Technische Hochschule Nürnberg in der Zeit von 2018 bis 2020 in verschiedenen Städten in Bayern Modellversuche durch. Unter die Lupe genommen werden hierbei Fahrradpiktogramme auf der Fahrbahn, Kennzeichnung von Radwegen ohne Benutzungspflicht, einseitige Schutzstreifen innerorts und Tempo 30 in Hauptverkehrsstraßen – wie der Dachauer Straße in Fürstenfeldbruck.

Erst Videoaufzeichnung, dann Schilder

Ziel des Forschungsprojektes ist es, das Miteinander aller Verkehrsteilnehmer im Verkehr sicherer und besser zu gestalten. Begonnen wurde bereits im September vergangenen Jahres mit einer Vorher-Untersuchung – bestehend aus einer Verkehrsbeobachtung sowie einer Videoaufzeichnung – bevor dann eine entsprechende Beschilderung erfolgte.

Diskussion im Netz

Diese Schilder hat die Stadt am 9. August wieder entfernt. „Im Internet gab es dazu viele Diskussionen“, erklärt Pressesprecherin der Stadt, Tina Rodermund-Vogl auf Nachfrage. Während die einen bedauern, dass die Schilder entfernt wurden, herrscht bei anderen Erleichterung. 

Tempo 30 nicht einfach umsetzbar

Doch auch wenn sich viele für eine dauerhafte Tempo 30 Zone aussprechen, eine Umsetzung gestalte sich kompliziert. „Zonen 30 werden laut Straßenverkehrsordnung insbesondere in Wohngebieten und Gebieten mit hoher Fußgänger- und Fahrradverkehrsdichte sowie hohem Querungsbedarf angeordnet“, erklärt Rodermund-Vogl. Da es sich bei der Dachauer Straße jedoch um eine Vorfahrtsstraße handle, könne sie nicht in eine Zone 30 integriert werden – zumindest nicht einfach so. Notwendig wäre dafür ein sogenanntes Streckenverbot, welches jedoch nur angefordert werden kann, wenn es zwingend erforderlich ist, wie bei dem zehnmonatigen Modellversuch.

Erste Ergebnisse im Frühjahr 2020 erwartet

Sollte das Forschungsprojekt jedoch mit positiven Ergebnis abgeschlossen werden, könnte das Ergebnis des Forschungsprojektes den Weg frei machen für eine entsprechende Gesetzesänderung. Mit ersten Ergebnissen des Projektes rechnet die Stadt im Frühjahr 2020. Hamann

Kreisbote Leserumfrage

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