Modernisierung der BEG

Neue S-Bahn fuhr durch den Landkreis

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Testeten die neue S-Bahn (von links): Thomas Prechtl (BEG), Peter Münster, Andreas Magg, S-Bahnchef Heiko Büttner, Norbert Seidl und Wolfgang Andre.

Mehr Platz, großformatige Infomonitore, ein neues Lichtkonzept – die S-Bahn baut im Auftrag des Freistaats ihre komplette Fahrzeugflotte um.

Fürstenfeldbruck – Bis Ende 2020 sollen alle 238 Fahrzeuge vom Typ ET 423 nach und nach umgebaut werden. Der erste modernisierte Zug fuhr am 10. Juli durch den Landkreis.

Mit an Bord waren die stellvertretende Landrätin Martina Drechsler, die Bürgermeister aus Puchheim, Norbert Seidl, aus Olching, Andreas Magg, aus Eichenau, Peter Münster und der zweite Bürgermeister aus Germering, Wolfgang Andre. S-Bahnchef Heiko Büttner und Thomas Prechtl von der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) informierten die Gäste während der Sonderfahrt über die Neuerungen.

Neues Licht und mehr Platz

Angesichts der stark wachsenden Bevölkerung im Ballungsraum München ist es das Ziel des Modernisierungsprojekts, die Kapazität der S-Bahnzüge besser auszuschöpfen und die Betriebsstabilität zu erhöhen. So soll beispielsweise ein offeneres Raumkonzept mit breiteren Durchgängen den Passagierfluss verbessern. Der transparente Innenraum mit neuem Lichtkonzept sowie mehr Festhaltemöglichkeiten sorgen für zusätzliche Sicherheit. Neue, großflächige Monitore informieren über den Fahrtverlauf der Züge, über Umsteigemöglichkeiten, Störungen und Fahrplanänderungen.

Kuschelecken für Familien

Die Züge erhalten großzügigere Einstiegsbereiche und Platz für Gepäck unter den Sitzen. Künftig werden 612 statt 544 Fahrgäste in einem Zug Platz haben. Das sind fast 70 mehr als in den jetzigen S-Bahnzügen. Neu sind die sogenannten Kuschelecken, die speziell für Familien oder Gruppenreisende gedacht sind. Die Helligkeit richtet sich automatisch nach dem von außen einfallenden Licht.

Kosten für S-Bahn Modernisierung: 300 Millionen Euro

Insgesamt erhalten die Züge 34.000 neue Sitz-, Rücken und Kopfpolster, werden 750 Kilometer neue Kabel und Leitungen verlegt, erhalten die Züge 1.904 neue Monitore, 12.300 neue Türöffnungstaster, 83.000 Quadratmeter neue Außenlackierung, 23.000 Quadratmeter neue Innenlackierung, ein neues Farbkonzept für Sitzbezüge, Fußböden und Trennwände sowie 36.000 Quadratmeter neue Fußbodenplatten und -belag, außerdem 1.904 neue LED-Außenanzeiger sowie 476 neue Buganzeiger. Die Kosten für die Modernisierung der S-Bahnzüge, die in den Jahren 2000 bis 2005 in Betrieb genommen wurden und seither jeweils bis zu drei Millionen Kilometer zurückgelegt haben, belaufen sich auf rund 300 Millionen Euro. 

Dieter Metzler

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