Wie möchte ich im Alter wohnen? Großes Interesse an der Informationsveranstaltung des Puchheimer Podiums

Gut besucht war die Veranstaltung des Puchheimer Podiums zu der Expertenbefragung „Wie will ich im Alter wohnen?“ im Katholischen Pfarrzentrum St. Josef in der Allinger Straße in Puchheim.

Jeder Mensch hat unterschiedliche Ansichten vom Leben und Wohnen, natürlich oder besonders im Alter. Fragt man den Einzelnen, hat er aber häufig keine detaillierten Vorstellungen, wie er im Alter wohnen möchte. Nur „unabhängig und selbständig, ohne auf fremde Hilfe angewiesen zu sein“, so möchten die meisten so lange wie möglich leben. Eigentlich sollte man sich beizeiten erkundigen, welche Wohnformen es gibt und welche Wohnformen die passenden sein könnten, wenn es einmal nicht mehr ohne fremde Unterstützung geht. Doch wer denkt mit Fünfzig schon darüber nach, wie er mit Siebzig wohnen will? So verwunderte es auch nicht, dass zu der Informations-Veranstaltung des Puchheimer Podiums am 21. September in das katholische Pfarrzentrum überwiegend ältere Zuhörer erschienen waren.

Das Interesse an der Veranstaltung war allerdings riesengroß, denn der Pfarrsaal war bis auf den letzten Platz gefüllt. Zunächst sahen die Besucher einen 45-minütigen Film über verschiedene Wohnformen im Alter, konnten sich anschließend in einer kleinen Verpflegungspause stärken, dann führte der Sprecher des Puchheimer Podiums, Roland Frank, durch das weitere Programm. Zunächst erläuterten die eingeladenen Experten Sabine Wenng (Gerontologin), Doris Knaier (Dipl.-Sozialpädagogin), Christa Kurzlechner (Diakon. Werk FFB), Sieglinde Lebich (Mehrgenerationenhaus Eching) und Peter Wittkop (Altenpfleger und Gutachter) die vielen verschiedenen Wohnformen für ältere Menschen. Dabei wurde den Zuhören recht schnell klar, dass sie einem Trugschluss unterliegen, wenn sie das Wohnen im Alter ausschließlich mit dem klassischen Alten- oder Pflegeheim in Verbindung bringen. Inzwischen, da die demografischen Veränderungen die Zahl der älteren Mitmenschen kontinuierlich steigen lässt, gibt es längst eine ganze Reihe von alternativen Wohnformen für ältere Menschen. So erfuhren die Besucher der Veranstaltung, dass eine Vielzahl von Betreuungs- und Pflegediensten in privatwirtschaftlicher, kommunaler oder kirchlicher Trägerschaft existieren, die den Verbleib in der eigenen Wohnung auch bei Betreuungs- und Pflegebedarf ermöglichen. Doch auch, wer diese Einrichtungen (noch) nicht in Anspruch nehmen muss, sollte über seine derzeitige und künftige Wohnsituation nachdenken. Das sollte zumindest jeder Besucher von der Info-Veranstaltung mit nach Hause nehmen. Dazu erhielten die Zuhörer wichtige Antworten auf grundlegende Fragen, wie zum Beispiel: Was kann ich tun, wenn ich so lange wie möglich in meinem vertrauten Zuhause wohnen bleiben möchte? Welche Möglichkeiten habe ich, wenn ich noch einmal umziehen und mich neu orientieren möchte? Welche Alternativen gibt es, falls einmal Hilfe und Pflege nötig werden. So sollte man beim Verbleib in der eigenen Häuslichkeit darüber nachdenken, wie die Wohnung an die Bedürfnisse im Alter angepasst werden kann, und ob das Umfeld auch altersgerecht ist. Wohngemeinschaften können die persönlichen Kosten für Wohnraum senken und eigene Verträge mit Betreuungseinrichtungen schließen, so dass die Betreuung und Pflege nicht gegenseitig geleistet werden muss. Betreutes Wohnen und Service-Wohnen in speziell dafür vorgesehenen Räumlichkeiten stellen eine Alternative zum Pflege- und Altenheim dar. Die Bewohner wohnen in eigenen abgeschlossenen Wohneinheiten und die Betreuung und Pflege wird nur nach Bedarf in Anspruch genommen. Nach der Veranstaltung gaben die Experten an ihren Info-Ständen im Pfarrsaal nicht nur individuell Auskunft, sondern es konnte auch entsprechendes Informationsmaterial eingesteckt werden, so dass jeder Besucher rundum aufgeklärt den Heimweg antreten konnte.

Meistgelesen

Menschenkette gegen Fremdenhass
Menschenkette gegen Fremdenhass
Linienbus in Vollbrand
Linienbus in Vollbrand
Pre-Opening im Skyline Park: Dieses Wochenende!
Pre-Opening im Skyline Park: Dieses Wochenende!
Schüler präsentieren ihre Projekte
Schüler präsentieren ihre Projekte

Kommentare