Vortrag im Forum Gröbenzell mit Fachärztin für Psychosomatische Medizin

Trauma-Folgestörungen und Behandlungsmethoden 

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Die Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie: Gabriele Heyers bei ihrem Vortrag im Don-Bosco-Haus, Gröbenzell

Gröbenzell – Schockierende Erlebnisse können dazu führen, dass Menschen ein Traumaerleben  und an den Folgen leiden. Doch was ist eigentlich ein Trauma?  Was sinddie Auslöser und  welche Folgen können daraus entstehen?  Diese Fragen beantworteteFachärztin Gabriele Heyers auf Einladung des Forum Gröbenzell. 

 Gabriele Heyers, Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie und 1. Vorsitzende Trauma Hilfe Zentrum München (THZM) e.V., stellte in einem vom Forum Gröbenzell veranstalteten Vortrag das Konzept der Traumafolgestörungen in den Grundzügen vor und sprach auch über mögliche Behandlungsmethoden. Ein Psychotrauma ist eine seelische Wunde, die durch die starke psychische Erschütterung aufgrund eines Erlebnisses hervorgerufen wird. Solche potenziell traumatisierenden Ereignisse sind z.B. Unfälle, Naturkatastrophen, Kriege, physische und sexuelle Gewalt. Durch diese traumatischen Erfahrungen werden Gefühle von Hilflosigkeit, Ohnmacht und Schock ausgelöst, die oft nicht bewältigt und integriert werden können. Gabriele Heyers betonte, dass der Ausgangspunkt, der eine Traumafolgestörung auslöst, individuell sei und nicht nur vom äußeren Geschehen abhänge. „Es geht dabei um die persönliche Verarbeitung“.

 Das Trauma und seine Folgen Nicht alle Menschen, die ein Trauma erlebt haben, leiden an einer Traumafolgestörung. Rund ein Drittel verarbeitet es ohne Folgen. Das andere Drittel behält leichte Störungen und ein weiteres Drittel leidet an schweren Traumafolgestörungen. Deren Hauptsymptome sind vielfältig: -Übererregung, Flahbacks (unwillkürliche Erinnerungen), Vermeidung und manchmal emotionale Betäubung. Angststörungen und Depressionen können auch Traumafolge sein. Ein von der Forschung entwickeltes Konzept gibt Aufschluss darüber, wie ein Mensch ein Trauma verarbeitet. 

In einem Modell wird verdeutlicht, wie bestimmte neurophysiologische Grundlagen die biologische Seite der Traumafolgestörung verständlich machen. Unterstützung zur Selbsthilfe Gabriele Heyers weist darauf hin, dass bei der Therapie von Traumafolgestörungen sowohl die körperliche als auch die seelische Seite berücksichtigt werden muss.Wer an einer Traumafolge leidet, braucht neben ermutigender Begleitung, Hilfe zur Neu-Orientierung und Unterstützung zur Selbsthilfe. Die Regulation von Stress ist dabei unbedingt notwendig. Das Trauma Hilfe Zentrum München e.V. trägt mit qualifizierten Maßnahmen dazu bei, dass traumatisierte Menschen wieder Stabilität und ein Gefühl von Würde und Sicherheit zurückgewinnen können. Erfahrene Traumatherapeuten und -Berater sind mit den anerkannten Verfahren der Traumabehandlung und –beratung vertraut. Weitere Informationen unter: www.thzm.de 

Nicole Burk 


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