Zum 3. Mal hat der Deutsch-Finnische Club ein Mölkky-Turnier ausgerichtet 

Warum "Mölkky" in Puchheim so beliebt ist 

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Der Vorsitzende des Deutsch Finnischen Clubs in Puchheim, Dr. Manfred Paulus, überreichte dem Gesamtsieger des 3. Mölkky-Turniers, Roman Ewald, den Wanderpokal. Damit bleibt der Pokal in der Familie, denn Bruder Sven Ewald (rechts im Bild) war in den letzten beiden Jahren der Gesamtieger und musste sich heuer mit dem 3. Platz begnügen. Die Freude war auch groß bei Barbara Ponn (links im Bild), die den 2.Platz belegte.  

Puchheim – Bereits zum dritten Mal in Folge hat der Deutsch-Finnische-Club in Puchheim ein Mölkky-Turnier ausgerichtet. Das in Finnland sehr beliebte Spiel erfreut sich mittlerweile auch in Deutschland immer größerer Beliebtheit. Hinter dem Wort "Mölkky" verbirgt sich die deutsche Bezeichnung für Wurfholz, mit dem die Spieler versuchen, zwölf hochkant stehende Spielhölzchen je nach bereits erreichter Punktezahl zu treffen. 

 Bei ganz und gar nicht nordischem Wetter trafen sich am Samstag die Turnier-Teilnehmer, unter ihnen Bürgermeister Norbert Seidl und auch einige Stadträte, auf der Wiese vor dem PUC (Puchhheimer Kulturcentrum) unter schattigen Bäumen, um eine Punkt(e)landung hinzulegen. Die Spielregeln sehen vor, dass man zunächst nur Punkte sammelt, um im Schlussspurt nochmal Geschicklichkeit zu demonstrien oder einfach auch "nur Glück zu haben".Grundsätzlich geht es nicht darum, wie bei anderen Spielen oder auch Sportarten, möglichst viele Punkte zu erreichen, sondern man kann bei diesem Spiel auch die "Kunst des Verlierens" trainieren. Am Anfang geht es zunächst darum, eine möglichst hohe Punktzahl zu erzielen, was entweder durch die Anzahl der umgeworfene Klötzchen oder nur durch einen Zielwurf mit möglichst hoher Zahl erfolgen kann. Sieger ist derjenige, der zuerst zielgenau 50 Punkte erreicht. Kommt er beim letzten, aber entscheidenden Wurf über die Punktzahl von 50, fällt er auf 25 Punkte zurück.Wer dreimal vergeblich zu viel Taktik einsetzt, um seine noch notwendige Punktzahl zu erreichen und deshalb "nichts trifft", fängt wieder bei Null an. 

Das Siegerteam: von links nach rechts: Sonja Strobl-Viehhauser, Ramona Weiß, Karin Kamleiter

Beim Mölkkyspiel bestimmt jeder Spieler immer sein "eigenes Schicksal", bei dem Geschick, Taktik und Konzentration entscheidet, ob man noch dabei ist oder wieder auf halber Strecke anfängt oder gar am Null gesetzt wird. Dass alles am Ende aber auch vom Quäntchen Glück anhängt, mussten einige Teilnehmer dann doch hinnehmen, die sich im Turnierverlauf schon "als gut im Rennen" sahen und am Ende leer ausgingen. Das "Glück im Spiel" scheint jedenfalls bei Familie Ewald daheim zu sein. Bei den Turnieren in den ersten zwei Jahren war Sven Ewald hintereinander der Gesamtsieger. Diesmal landete er "nur" auf Platz 3. Dafür ist sein Bruder Roman in diesem Jahr an ihm vorbeigezogen und konnte am Ende den Siegerpokal in den Händen halten. 

 Der Deutsch-Finnische Club wurde 2006 im Zuge der Partnerschaft von Puchheim mit der im Süden von Finnland gelegenen Stadt Salo ins Leben gerufen. 

Seit dieser Zeit führt Dr. Manfred Paulus das "muntere Völkchen von Anhängern der finnischen Lebensart". Dem nicht eingetragenen, aber gemeinnützigen Verein gehören heute 29 Mitglieder an. Man hält Kontakt zum Schwesterverein in Salo, der sich Hanse-Verein nennt, besucht sich gegenseitig und pflegt den Austausch in unterschielichsten Ebenen. So zum Beispiel mit einem Fotowettbewerb in beiden Orten und dem Austausch der Siegerbilder. Ebenso treten von Zeit zu Zeit Chöre von der jeweils anderen Partnerstadt auf. Auch haben schon Künstler aus Salo in Puchheim ihre Werke ausgestellt. Aktuell arbeitet der Deutsch-Finnische Club an der Umsetzung der Idee, dass sich die örtlichen Vereine durch eine Vorstellung auf der jeweiligen Internetseite gegenseitig kennenlernen können. Gern erinnern sich die Mitglieder des Vereines an den Besuch einer Delegation, als die finnischen Freunde erstmals in ihrem Leben bayerischen Leberkäse genießen durften. 

Ganz stolz ist Dr. Manfred Paulus, dass als neuestes Projekt eine Kooperation zwischen den örtlichen Realschulen vereinbart wurde. Im Winterhalbjahr ist vorgesehen, regelmäßig per Internet (Skype) eine gemeinsame Schulstunde zu nutzen, wo sich die Schüler in englischer Sprache austauschen können. Wer sich für die Aktivitäten des Deutsch-Finnischen Clubs interessiert, kann sich im Internet informieren: www.puchheim-salo.eu

Georg Johannes Miller 

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