Zwischen Metzgersterben und GroKo-Clowns

Moorenweis feiert die fünfte Jahreszeit

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Bürgermeister Joseph Schäffler trällerte als Karel Gott die Titelmusik zu "Biene Maja".
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Gut 650 Teilnehmer und zahllose Zuschauer lockte der vom TSV Moorenweis organisierte Faschingszug auf die Straßen. Der Gaudiwurm ließ sich auch von Nieselregen und einer technischen Panne nicht ausbremsen.

Moorenweis - Nur wenige hundert Meter ist der Wagen der Landjugend Luttenwang gekommen. Dann blieb die Tigerente nach dem Vorbild der Kinderbücher von Janosch einfach stehen. Die Bremsen der Zugmaschine gaben auf und blockierten die Räder. Nichts ging mehr. Doch auch wenn der liebevoll gestaltete Wagen am Straßenrand liegen blieb und pünktlich zu Beginn auch noch ein nasskalter Sprühregen einsetzt, hatten die Beteiligten am Faschingszug ihren Spaß. 

Moorenweiser Faschingszug findet traditionell alle drei Jahre statt

Eigentlich hatte der Umzug gar nicht stattfinden sollen. 2017 war er aus einem tragischen Grund ausgefallen: Der langjährige TSV-Vorsitzende Wolfgang Vogt war plötzlich verstorben. Zwei seiner Brüder sitzen im Faschingszugausschuss, in der ehemaligen Vogt-Werkstatt fanden zudem früher die Vorbereitungen statt. Daher hatte man sich entschlossen, den Umzug ausfallen zu lassen. 2020 steht außerdem das Festjahr „100 Jahre TSV Moorenweis“ auf dem Programm, zu dem auf jeden Fall ein Jubiläumsumzug stattfinden soll. Eigentlich waren den Organisatoren zwei Jahre zwischen den Umzügen zu kurz – in Moorenweis findet der Faschingszug traditionell alle drei Jahre statt. Doch das Interesse war so groß, dass die Veranstalter ihre Meinung änderten. 

Metzgersterben und Dauerbaustelle

Satte 43 Wagen und Fußgruppen zogen durch Moorenweis und hatten sich einiges einfallen lassen. Alice im Wunderland fand sich neben Jedi-Rittern aus Star Wars wieder. Der Moorenweiser Bürgermeister Joseph Schäffler zog als Karel Gott mit der Theatergruppe mit. Deren Thema war „Biene Maja“, weshalb der Rathauschef auch inbrünstig das von dem Schlagersänger stammende Titellied der Zeichentrickserie schmetterte. Politisch standen lokale Themen wie der Stau auf der Brucker Straße in Moorenweis oder das Metzgersterben auf dem Land ebenso auf dem Programm wie Überörtliches: Das Bienensterben durch den Einsatz von Glyphosat nahm eine Fußgruppe ebenso aufs lustig-kritische Korn, wie die Dauerbaustelle am Berliner Flugplatz oder den Brexit.

Andreas Daschner

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