Wegen Corona und Stürmen

Nachgefragt: Wo ist der Moorenweiser Maibaum hin?

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Letztes Abschiedsbild: Mit zwei Kränen wurde der Maibaum in Moorenweis von den Burschen abgeholt.

Gute zwei Jahre stand der Maibaum prächtig und vermeintlich unbezwingbar gegenüber des ehemaligen Gasthofes Schamberger in Moorenweis. Doch zum Teil heftige Witterungsverhältnisse wie Hitze und Sturm hinterließen ihre Spuren, sodass es am 4. Juli hieß, Adé zu sagen. Da die Standhaftigkeit des Naturbaumes nach dieser Zeit nicht mehr gewährleistet werden kann, entschied sich der Burschenverein Moorenweis dazu, den Baum abzusägen und zurecht zu schneiden.

 Ein ungewöhnlicher Anblick für die Bewohner und auch Passanten an der Ecke Römer-/ Ringstraße. Denn dort wo einst der Maibaum in die Höhe ragte, ist mittlerweile nur noch ein Stumpf übrig geblieben. „Der Baum hat schon einiges mitgemacht und war nicht mehr im besten Zustand“, erzählt Simon Schäffler, Vorsitzender des Burschenvereins Moorenweis. So sei bereits der ein oder andere Ast Wind oder starker Hitze zum Opfer gefallen. „Nach zwei Jahren kommt der Baum dann immer weg“, erzählt er. 

Der Unterschied in diesem Jahr: Da aufgrund der CoronaBeschränkungen das traditionelle Maibaumaufstellen nicht nur in Moorenweis ausfallen musste, stand der Baum bereits länger, als eigentlich geplant war – bis zum vergangenen Samstag. An diesem Tag beförderten die Burschen den Baum mit zwei Kränen aus dem Loch im Boden und schnitten ihn zurecht. „Die Holzspalte sollen im nächsten Jahr traditionell versteigert werden“, erzählt der 21-Jährige. 

Denn anders als bei manch anderem Maibaum im Landkreis, steht dieser noch ohne Schiene, das heißt er ist direkt im Boden „verwurzelt“. Um sicher zu stellen, dass der Baum auch zwei weitere Jahre bis zum nächsten Aufstellen überleben würde, wäre jedoch ein Gutachten nötig. Darauf hätten die Burschen jedoch bewusst verzichtet – unter anderem auch aus Kostengründen. 

Hamann

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