Mühlenfest in der Furthmühle

Zeitreise zum alten Handwerk

1 von 16
2 von 16
3 von 16
4 von 16
5 von 16
6 von 16
7 von 16
8 von 16

Auf eine spannende Zeitreise zum alten Handwerk begaben sich heuer wieder Hunderte von Besuchern beim Mühlenfest in der Furthmühle in der Gemeinde Egenhofen. Neben der Mühle gab es altes Handwerk, Kunst und sogar eine musikalische Premiere zu sehen.

Egenhofen - „Das war das erste Mal, dass ich das gemacht habe“, sagte Gabriele Off-Neselhauf, Bezirksrätin und zugleich Vorstandsmitglied beim Förderverein Furtmühle, nachdem sie einen Marsch der Blaskapelle Unterscheinbach dirigiert hatte. Aufgefordert war sie dazu von Müller Albert Aumüller geworden. „Ich bin schon musikalisch“, sagte Off-Nesselhauf. Gleichwohl empfand sie es als erleichternd, „dass die Kapelle so gut ist“. Der Förderverein um Off-Nesselhauf und die Vorsitzende Korinna Konietschke waren wieder maßgeblich an der Organisation des Mühlenfestes beteiligt. Das fand heuer bereits zum 27. Mal statt – und zum 26. Mal im Rahmen des Deutschen Mühlentages. Der Förderverein war vom ersten Tag an mit an Bord. 

Großer Andrang bei den Führungen

„Wir haben die Mühle hergerichtet und den Biergarten aufgebaut“, berichtete Konietschke. Und nicht zuletzt versorgten die Vereinsmitglieder die zahlreichen Besucher mit Getränken. Zehn Helfer des Vereins packten dabei tatkräftig mit an. Außerdem stellte der Förderverein auch vier Mühlenführer, die den Besuchern die Funktionsweise der Furthmühle erklärten. Der Andrang zu den Führungen war groß. Wer auf eigene Faust mehr über das Mühlenwesen erfahren wollte, hatte im ebenfalls geöffneten Mühlenmuseum die Chance dazu. 

Kinder konnten glühendes Metall hämmern

Auch auf dem Freigelände stand altes Handwerk im Mittelpunkt. Ein Imker beantwortete die Fragen der Besucher, beim Olchinger Schmied Helmut Brummer konnten Kinder glühendes Metall hämmern und erfuhren vom früheren strengen Zunftwesen des alten Handwerks. „Man sagt oft: Bei euch geht’s zünftig zu“, sagt Brummer. Doch das bedeutete in früheren Zeiten, sich strengen Vorgaben unterwerfen zu müssen. So streng ging es beim Mühlenfest freilich nicht zu. Im Gegenteil, im Biergarten war es bei der Musik der Unterschweinbacher Blaskapelle ganz im heutigen Sinne zünftig. 

Aumüler: "Wer nicht im Urlaub ist, kommt eben zu uns"

Dazu gab es ein buntes Kinderprogramm, eine Pflanzenbörse und im Stadel der Furthmühle einen Kunsthandwerkmarkt. Auch wer es ganz natürlich mochte, kam auf seine Kosten: Bei Waldspaziergängen konnten die Besucher die schönen Wälder rund um die Mühle erkunden. Mit dabei war auch Günter Biermeyer, Leiter des Brucker Landwirtschaftsamtes. Aumüller war mit der 27. Auflage des Mühlenfestes rundum zufrieden. „Das Wetter passt und lockt viele Radfahrer an“, sagte er. Und auch sonst sei das Mühlenfest einmal mehr eine beliebte Alternative für Daheimgebliebene in den Pfingstferien. „Wer nicht im Urlaub ist, der kommt eben zu uns“, sagte Aumüller.

Andreas Daschner

Auch interessant

Meistgelesen

Einbrecher schlagen in Einfamilienhaus zu - Beute über 30.000 Euro
Einbrecher schlagen in Einfamilienhaus zu - Beute über 30.000 Euro
Hallo Fürstenfeldbruck, da sind wir!
Hallo Fürstenfeldbruck, da sind wir!
Zwölftes Fürstenfelder Kirchweihfest begeistert Publikum
Zwölftes Fürstenfelder Kirchweihfest begeistert Publikum
Goldener Herbst-Marktsonntag
Goldener Herbst-Marktsonntag

Kommentare