Mühlentag rund um die Furthmühle – International gefeierter Mühlentag ist auch im Landkreis ein regionales Volksfest

Lebhaft ging es zu am 19. Mühlentag in der Furthmühle/Egenhofen. Alle Fotos: Günter Schäftlein

Das heutige Baudenkmal „eines einzigartigen technikgeschichtlichen Mühlenbetriebes mit Sägewerk“ hatte Pfingstmontag seinen 19. großen Tag. Viele, fleißige Hände - u.a. auch aus dem Mühlen-Förderverein - halfen, den Großandrang mit Volksfestcharakter an der Landkreisgrenze zu Dachau zu bewältigen.

Ganz im Mittelpunkt der in den 1980er Jahren geschaffenen Kombination aus noch tätigem Mühlenbetrieb mit Landkreis-museum steht die Familie um Müllermeister Albert Aumüller: Ganz im Sinne der Familientradition seit 1900, als man das Mühlenanwesen aus dem von-Lotzbeckschen-Besitz pachten und später erwerben konnte. Heuer, 2012, kam zum eingeübten Mühlentag-Rahmen aus ständigen Mühlenführungen, Sägewerkvorführung, Museumsbesuch und von Förstern geführten naturkundlichen Exkursionen in den nahen Waldungen auch noch die offizielle Einweihung des neuen nahTourBand-Radweges „Von Bruck nach Nord“ hinzu. Finanziert von der Landkreis-Bürgerstiftung erschließt er in enger Zusammenarbeit mit dem ADFC-Kreisverband Fürstenfeldbruck eine 40-Km-Verbindung ab Kloster Fürstenfeld über Lindach, Malching, Germerswang, Frauenberg, Stefansberg, Aufkirchen, Spielberg, Oberschweinbach, Günzlhofen, Unterschweinbach, Eurastetten, Dürabuch, Wenigmünchen, Waltenhofen, Dirlesried, Egenhofen bis zur Furthmühle als fahrradfreundlich, abwechslungsreich und historisch beleuchtet. Varianten hierzu führen von Egenhofen über Weyhern, Ebersried, Vogach, Mittelstetten, Oberdorf nach Althegnenberg (12 Km) bzw. ab Aufkirchen über Geisenhofen, Rammertshofen, Nannhofen/Mammendorf, Nassenhausen bis nach Adelshofen (10 Km) und in einer dritten Variante ab FFB-Hasenheide über Maisach, Gernlinden, Fußbergmoos, Kühmoos, Überacker , Weiherhaus, Rottbach, Oberlappach bis nach Stefansberg (19 Km). Im Nah-Programm für alle Besucher stand die rührige Blaskapelle aus Unterschweinbach, dirigiert vom mitblasenden Siegfried Zeller, und das offene Singen für jedermann: Für eine ganze Stunde erklangen Weisen zum Mühlengeschehen aber auch zur Wanderlust, humorvoll geleitet von Ernst Schusser vom Musikarchiv des Bezirks Oberbayern. Zu den Kutschfahrten in Wald und Feld kam noch das von Kindern heißbegehrte Ponyreiten. Die Imkerei von Doris Herrmann aus Orthofen/ Sulzemoos zeigte die Honigfülle und das soziale Leben vom drittwichtigste Nutztier der Erde. Der Kissinger Schmied Roland Walter ließ die Esse rauchen und arbeitete an Werkzeugen ebenso wie an Souvenirs vor zahlreichem Publikum. Franz Unterrainer, gebürtiger Südtiroler aus Brixen und jetzt zuhause in Grünwald, schleifte unermüdlich „Franzl’s Naturknöpfe“ aus dem Horn von Wildtieren. Es war ein Tag voller Mühlen-Leben, verwöhnt von der Witterung. Und auch die „kulinarischen Genüsse“ aus Baindlkirch und dem mühleneigenen Café Mahlgang verwöhnten die nicht mehr zählbaren Besucher. info@furthmuehle.de oder www.furthmuehle.de

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