Animationsteam mit Tanz, Spielen und Kinderschminken

Faschingsgaudi auf dem Geschwister-Scholl-Platz

1 von 16
2 von 16
3 von 16
4 von 16
5 von 16
6 von 16
7 von 16
8 von 16

Fürstenfeldbruck - Ein rundum gelungenes Faschingstreiben fand am Rosenmontag auf dem Geschwister-Scholl-Platz im Brucker Westen statt. Die Sonne gab ihr Bestes und warf frühlingswarme Strahlen vom bayerisch blauen Himmel auf die vielen hundert Besucher. Den krönenden Abschluss der Veranstaltung bildete am Nachmittag der Auftritt der Münchner Schäffler. Die Besucher waren begeistert von der Tanzkunst des Vereins und spendeten viel Beifall.

Laube, Kreuz, Schlange und Krone – das waren nur einige der Formationen, die zum Schäfflertanz gehören. Die Tradition geht auf das Jahr 1517 zurück, als die Pest in München wütete und ein Schäffler beschloss, die Menschen mit einem Tanz aufzuheitern. Es ist nicht ganz geklärt, warum der Tanz nur alle sieben Jahre aufgeführt wird. Turnusmäßig wäre er jedenfalls erst im Jahr 2019 wieder zu sehen. Doch aufgrund des 500-jährigen Jubiläums heuer hat der Fachverein Münchner Schäffler beschlossen, bereits in diesem Jahr mehrere Auftritte zu absolvieren. In der Kreisstadt traten die Schäffler zuletzt im Jahre 2012 vor dem alten Rathaus auf. Dem Initiator des Faschingstreibens auf dem Geschwister-Scholl-Platz, der Heimatgilde „Die Brucker“, war es gelungen, die Schäffler für einen Auftritt zu verpflichten. Doch auch so verwandelte die Heimatgilde den Platz im Brucker Westen zu einer Faschingshochburg für die ganze Familie. Mit einem gelungenen Auftritt zogen die „Brucker Kids“, die Nachwuchstanzgruppe der Heimatgilde, die ersten Besucher bereits um 11 Uhr Vormittag an. 

Das Verlangen nach einem organisierten Faschingstreiben

Auf der großen Show-Truck-Bühne führten den ganzen Tag über verschiedene Tanzgruppen aus dem Münchner Umland ihren aktuellen Shows auf. Dazwischen sorgten ein DJ und ein Animationsteam mit Tanz, Spielen und Kinderschminken für Unterhaltung. Ein Auftritt des Kinderprinzenpaares, Sebastian I. und Lenja I. durfte natürlich nicht fehlen. Einige aufgestellte Stände sorgten dafür, dass es den Besuchern an nichts mangelte. So gab es zur Stärkung herzhafte Schmankerl, aber auch Krapfen, Crêpes, Kaffee sowie Bier, Sekt und Wein. Nach Jahren der Abstinenz wurde das Faschingstreiben in Bruck erfolgreich wiederbelebt, kann man feststellen. „Heute hat alles gepasst“, strahlte dann auch die stellvertretende Gildemeisterin Susanne Droth. Seit über 60 Jahren engagieren sich die Mitglieder der Heimatgilde für die Stadt, deren Kulturleben und setzen mit ihren Aktivitäten viele Höhepunkte im Jahresverlauf. Nachdem 2012 Faschingszug und Faschingstreiben in der Brucker Innenstadt passe war, habe man wieder das Verlangen nach einem organisierten Faschingstreiben verspürt, sagte Droth. Und der Platz im Brucker Westen sei ideal für solch einen Neubeginn des Brucker Faschings. 

Dieter Metzler

Auch interessant

Meistgelesen

10.000 Besucher bei Oldtimertagen mit 900 Fahrzeugen
10.000 Besucher bei Oldtimertagen mit 900 Fahrzeugen
Wie Religion den Alltag prägt
Wie Religion den Alltag prägt
Mann mit Kind auf offener Straße überfallen
Mann mit Kind auf offener Straße überfallen
Von drei Männern bestohlen
Von drei Männern bestohlen

Kommentare