Bilanz des Museums Fürstenfeldbruck

Mehr als 10.000 Besucher im vergangenen Jahr

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Dr. Eva von Seckendorff, stellvertretende Museumsleiterin, Dr. Klaus Wollenberg, Kulturreferent, Angelika Mundorff, Museumsleiterin und Doris Hefner, Museumspädagogin mit dem Knabenportrait des Malers Henrik Moor.

Fürstenfeldbruck - In einem Pressegespräch im Museum Fürstenfeldbruck blickte Leiterin Angelika Mundorff zusammen mit Kulturreferent Dr. Klaus Wollenberg, Dr. Eva von Seckendorff und der Museumspädagogin Doris Hefner auf das Jahr 2015 zurück und informierte über kommende Ausstellungen und Veranstaltungen 2016.

,,Mit 10.075 Besuchern im Jahr 2015 sind wir mehr als zufrieden. Das sind im Durchschnitt 30 Besucher pro Tag“, sagte die Museumsleiterin. Dies sei nicht nur auf die fünf Ausstellungen, sondern auch auf die Höhepunkte des letzten Museumsjahres zurückzuführen: ,,Das waren zweifellos die Überführungen des Hazi-Altars aus dem Diözesanmuseum Freising und der Relieffigur Ludwigs des Strengen aus dem Bayerischen Nationalmuseum“, sagte Angelika Mundorff.

Aktuelle Ausstellung

Noch bis 3. April dauert die Ausstellung des Emmeringer Malers Carl F. Steinheil, die die künstlerische Bandbreite des Malers beleuchtet - darunter impressionistische Landschaften und realistische Darstellungen des bäuerlichen Lebens.

Die stellvertretende Museumsleiterin Dr. Eva von Seckendorff betont die Wichtigkeit, in Vergessenheit geratene Brucker Persönlichkeiten wiederzuentdecken: ,,Es wird zunehmend geschätzt, dass wir regionale Aspekte immer in überregionale Bezüge einbetten“. Auch die Sonderausstellung ,,Am Wasser - Steinzeitmenschen am Haspelsee“ (von Mai bis Oktober 2015) widmete sich den ältesten Spuren menschlichen Lebens im Landkreis. Zu den Ausstellungen entstanden drei Kataloge, außerdem wurde ein Museumsführer herausgebracht.

Weiterhin soll es 67 Führungen mit Workshops für Kindergärten und Schulen geben. Führungen zu den Sonderausstellungen bietet das Museum immer am letzten Samstag im Monat von 15 bis 16 Uhr an.

Neuigkeiten und Vorschau

Neu in diesem Jahr ist, dass das Museum mit Unterstützung des Historischen Vereins und der Stadt Fürstenfeldbruck zusammen mit der Museumspädagogin Doris Hefner, dem Asylhelferkreis und der Caritas erstmalig Sprachführungen für erwachsene Geflüchtete und für Mütter mit Kindern realisiert. Zu den Höhepunkten 2016 gehören die Ausstellungen ,,Henrik Moor (1876-1940) - Avantgarde im Verborgenen Teil I und Teil II (vom 12. Mai bis 25. September). Henrik Moor, einer der bedeutendsten Persönlichkeiten unter den Malern der Region, hinterließ ein umfangreiches und vielfältiges Werk. Ein wichtiger Aspekt seiner außergewöhnlichen Lebensgeschichte ist die Tatsache, dass die jüdische Familie Moor während der NS-Zeit nahezu unbehelligt in Emmering leben konnte. Parallel dazu zeigt das Museum im Kunsthaus die Beziehung des Malers zur Musik: Er war nicht nur selbst ausgezeichneter Musiker, sondern unternahm viele Versuche, Musiker und Musik in seinen Bildern darzustellen.

Nicole Burk

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