Scheu vor Museumsbesuch

Leiterinnen stellen den Museumsalltag in Zeiten von Corona vor

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Das Brucker Stadtmuseum hat wieder geöffnet, allerdings ist die Zahl der Besucher beschränkt.

Fürstenfeldbruck – Zwei Monate war das Brucker Museum wegen Corona geschlossen.

Leiterin Angelika Mundorff und Stellvertreterin Barbara Kink erläuterten im Kultur- und Werkausschuss wie sie auf den Lockdown reagierten und stellten den Betrieb unter den aktuellen Bedingungen vor.

Vorbereitungen von zu Hause aus

Mundorff betonte, dass ein großer Teil der Museumsarbeit auch während des Lockdowns vom 16. März bis 11. Mai fortgeführt werden konnte. Trotz der gebotenen Distanz – ein Teil der Kräfte arbeitete im Home-Office – wurde weiterhin daran gearbeitet, die Kunstwerke und kulturellen Zeugnisse bestmöglich zu konservieren und zu erforschen. Darüber hinaus habe „das ganze Museumsteam intensiv an der Vorbereitung der nächsten Projekte weiter gearbeitet“ . So konnte der Katalog für die neue Sonderausstellung über Magie und Zauberkunst fertiggestellt werden und auch die geliehenen Exponate schafften es trotz erschwerter Bedingungen aufgrund der Pandemie pünktlich zur Vernissage in die Ausstellungsräume.

Museum online erkunden

Lediglich die öffentliche Präsentation war in dieser Phase nicht möglich. Ausstellungen konnten nicht mehr besucht werden und auch die Museumspädagogik musste ausfallen. Dies versuchte man mit digitalen Angeboten auszugleichen. Über die seit Januar laufende Ausstellung über nonkorforme Kunst aus Russland bot das Museum auf seiner Homepage und der Facebook-Seite virtuelle Führungen an. In einer Videoreihe stellte Kuratorin Verena Beaucamp die Künstler vor und führte den Betrachter nah an einzelne Bilder ran. Für Kinder produzierte die Museumspädagogin und Archäologin Doris Hefner zwei Videos, die zeigen wie man das römische Spiel Rundmühle mit einfachen Mitteln nachbaut und wie es funktioniert.

Keine Aktionen mit Kindern

Zwar ist das Museum mittlerweile wieder geöffnet, museumspädagogische Aktionen für Kinder und Jugendliche können aufgrund der geltenden Beschränkungen vorerst jedoch auch weiterhin nicht angeboten werden. Ebenso entfallen Führungen für Schulklassen, die bis dato zwei- bis dreimal pro Woche stattfanden. Der 250 Quadratmeter große Ausstellungsraum darf lediglich von zwölf Besuchern gleichzeitig besucht werden und auch die Zahl der Besucher für die Dauerausstellung ist beschränkt.

Ältere Menschen sind verunsichert

Mittlerweile werden allerdings wieder Führungen für Kleingruppen angeboten und für Risikogruppen können gesonderte Öffnungszeiten vereinbart werden, denn vor allem ältere Menschen seien laut Kink verunsichert und scheuten noch einen Museumsbesuch. Dafür kämen aktuell mehr Besucher aus dem Landkreis sowie junge Familien.

Eingang vom Ausgang getrennt

Das Aufsichtspersonal sorgt dafür, dass die Hygiene-Auflagen wie Mundschutz, Abstände, Desinfektion und maximale Besucherzahl pro Raumeinheit eingehalten werden. Um einen Stau und zu dichtes aneinander Vorbeigehen zu vermeiden, kann bei einem höheren Besucheraufkommen auch der Eingang vom Ausgang getrennt werden.

Peter Fischer

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