"Da muss man Dank sagen"

OB Sepp Kellerer, der 1. Vorsitzender der Freiwilligen Feuerwehr Andreas Lohde und Staatsminister Dr. Marcel Huber beim Betreten der Festveranstaltung. Foto: Metzler

Mit dem Festakt zum 150-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Fürstenfeldbruck am vergangenen Samstagabend im Stadtsaal des Veranstaltungsforums ging der Reigen der Feierlichkeiten im Jubiläumsjahr zu Ende. Die Höhepunkte der letzten Veran-staltung im Rahmen der vielen über das Jahr verteilten Feiern bildeten die Welturaufführung des „1. Fürstenfeldbrucker Feuerwehrmarsches“ durch die Brucker Stadtkapelle sowie die Festrede von Bayerns Staatsminister für Umwelt und Gesundheit, Dr. Marcel Huber (CSU).

Vor den über 250 Gästen, unter ihnen die Landtagsabgeordneten Dr. Thomas Goppel (CSU) und Kathrin Sonnenholzner (SPD), stellten alle Redner die Bedeutung und das Engagement des ehrenamtlichen Dienstes in der Feuerwehr heraus. Eine Abordnung der Offizierschule der Luftwaffe wurde vom Landesfeuerwehrverband für die Unterstützung beim Jahrhunderthochwasser im Jahre 1999 aber auch wegen des guten Miteinanders mit einer Urkunde geehrt, der Patenverein aus Wolfratshausen übergab als Gastgeschenk eine Figur der Heiligen Barbara, die, wie in Deutschland der Heilige Florian, in Frankreich als Fürsprecherin der Feuerwehr gilt. Man könne den zusätzlichen freiwilligen Dienst nicht hoch genug einschätzen, lobte der Schirmherr des Jubiläumsjahres, Seine Königliche Hoheit Luitpold Prinz von Bayern, die Brucker Feuerwehr. Er gratuliere der Feuerwehr gern, meinte OB Sepp Kellerer, „wenn es auch schon zum vierten Male ist“. Er wisse, was die Mitglieder der Feuerwehr leisten, die trotz ganzjähriger Einsatzbereitschaft und mit über 300 Einsätzen mitgeholfen haben, dass Jubiläumsjahr mit den vielen Veranstaltungen auszurichten. Mit einem „Hoch auf die Feuerwehr“ würdigte Kellerer mit einem selbst verfassten Gedicht die Verdienste der Floriansbrüder. „Das einzige, was heute brennen sollte, ist unser Durst“, spielte Landrat Thomas Karmasin nicht ganz ernst gemeint auf so manchen Brand in der Vergangenheit in Stadt und Landkreis an. Er dankte dem ersten Vorsitzenden der Freiwilligen Feuerwehr, Andreas Lohde, und seinem Team für den unermüdlichen Einsatz. Wie es bei der Polizei zugehe, dass wisse man von den vielen TV-Krimis, was es aber heiße, bei der Feuerwehr Dienst zu tun, das wissen die wenigsten, meinte Staatsminister Huber, der selbst 30 Jahre lang Mitglied bei der Freiwilligen Feuerwehr in Ampfing war. Dann ging er auf die körperlichen und psychischen Belastungen ein, denen jeder Feuerwehrmann 365 Tage im Jahr ausgesetzt sei. „Dass dies seit 150 Jahren so funktioniert, da muss man Dank sagen.“ Dass die Feuerwehr keine Nachwuchssorgen kenne, begründete Huber damit, dass die jungen Menschen sich unter Gleichgesinnten geborgen fühlen. Zugleich würden sie viel lernen, sowohl in technischer Hinsicht, aber auch menschlich. Es sei einfach ein unbeschreibliches Gefühl, so Huber, wenn man Menschen in schwierigen Situationen helfen kann. Wer bei der Feuerwehr ist, erwerbe auch Schlüsselqualifikationen wie Teamfähigkeit, Zielstrebigkeit und Pünktlichkeit, die ein Plus im Leben sein können, „man könne dann sogar Minister werden“. „Wenn die Gründungsväter von oben runter schauen würden, diese Technik, diese Fahrzeuge und dass sogar Frauen dabei sind, sehen würden, das würde sie mit große Freude erfüllen“, meinte Huber abschließend.

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