Muttertag 2009 - Pastellfarbene Blumen aus fairem Handel liegen im Trend

Nicht nur Diamanten, sondern vor allem Blumen sind „the girl's best friend“. Zum Muttertag lassen auch die Bewohner im Landkreis Blumen sprechen, wobei Blumen kein Markenartikel sind und deshalb auch keine Herkunftsbezeichnung tragen müssen. Wen angesichts Dumpinglöhnen und Pestiziden in Schwellenländern das schlechte Gewissen plagt, muss nicht auf Blumen verzichten: In einer gemeinsamen Aktion mit den Floristik-Importeuren haben Gewerkschaften und andere Organisationen das „Flower Label Program“ (FLP) ins Leben gerufen, das faire und die Gesundheit schonende Arbeitsbedingungen garantiert. Eine Floristin aus Fürstenfeldbruck erklärt, worauf man beim Kauf und der Pflege von Schnittblumen achten sollte und welcher Trend 2009 angesagt ist.

Frau Erhard, woher kommen die Blumen, die dieses umweltfreundliche Label tragen? Hat sich die Situation der Blumenpflückerinnen in Ecuador, Kolumbien, Kenia und in anderen Schwellenländern verbessert? Steffi Erhard: Ja, die Situation hat sich verbessert. Der Bundesverband der deutschen Blumenimporteure hat 1999 mit Handel, Gewerkschaften, Produzenten sowie Nichtregierungsorganisationen das „Flower Label Program“ FLP - geschaffen. Das Gütesiegel garantiert, dass Blumen , die dieses Label tragen, zu einem fairen Preis gehandelt werden, dass umweltschonend produziert wird (kein Einsatz von Pestiziden). In Ecuador haben sich alle Rosenfarmen an diesem Programm beteiligt. Die Einhaltung kontrollieren Menschenrechtsorganisationen vor Ort. Im übrigen kommen 80% der Blumen über Holland, der Rest auch aus Israel, Kolumbien, Ecuador oder Kenia. Das Gütesiegel tragen inzwischen rund die Hälfte der außerhalb von der EU importierten Blumen in Deutschland. Welche Lieblingsblumen haben die Deutschen? Steffi Erhard: Die Rose ist immer noch die absolute Lieblings-Blume in Deutschland. Rosen werden überwiegend aus dem Ausland importiert. Wie halten sich die Blumen in der Vase lange frisch? Steffi Erhard: Rosen sollte man mit einem Messer schräg kürzen und in warmes Wasser stellen, Tulpen gerade stutzen und in kaltes Wasser setzen. Die Vase muss immer peinlich sauber sein. Viele Blumenkäufer lieben Rosé-Töne, Pastellfarben, manche auch ausgefallene Arrangements mit Limonen. Was ist zur Zeit gefragt? Steffi Erhard: Im Moment sind rosa Töne - kombiniert mit lia/mintgrün - sehr gefragt. Der Brautstrauß ist ein ganz wichtiges Thema, und viele heiraten im Wonnemonat Mai. Was bevorzugen Bräute in Fürstenfeldbruck? Steffi Erhard: Die Bräute in Fürstenfeldbruck und im Landkreis bevorzugen eigentlich alles, es wird von ganz schlicht bis hin zum abfließenden Brautstrauß geordert, die Farben sind vorwiegend bordeauxrot und creme oder creme-grün.

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