SV Mammendorf verpasst Aufstieg

Verflixte Auswärtstorregelung

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Den Aufstieg verpasst – Enttäuschung pur herrschte unmittelbar nach dem Schlusspfiff bei den Mammendorfer Spielern.

Denkbar knapp scheiterte der SV Mammendorf am 17. Juni vor über 1.000 begeisterten Zuschauern im alles entscheidenden Aufstiegs-Relegationsspiel in die Bezirksliga am SV Untermenzing.

Mammendorf –Nach dem 0:0 im Hinspiel gelang es der Kreisliga-Elf von Trainer Heiko Nausch in einer nervenaufreibenden Aufholjagd zwar einen 0:2-Rückstand wettzumachen, das 2:2 am Ende reichte aber nicht, um den größten Erfolg in der 71-jährigen Vereinsgeschichte feiern zu können.

Auswärtstorregelung verhindert Aufstieg

Letztlich stolperte der Zugspitz Kreisliga-Zweite aus dem westlichen Landkreis an der verflixten Auswärtstorregelung, die besagt, dass bei Punkt- und Torgleichheit auswärts geschossene Tore doppelt zählen. „Es ist schon bitter, wenn man die Relegation ungeschlagen übersteht, letztlich aber nicht aufsteigt“, meinte Robert Böck, stellvertretender Abteilungsleiter des SVM. So stand den Spielern nach dem Aus die Enttäuschung zwar ins Gesicht geschrieben, hielt sich aber letztlich in Grenzen. „Wer weiß, vielleicht tut uns ein weiteres Jahr Kreisliga ganz gut“, meinte ein gefasster Nausch nach dem Schlusspfiff. Der 34-jährige war erst im vergangenen Jahr mit den Schwarzgelben in die Kreisliga aufgestiegen.

Vor der Pause das 1:0 für Untermenzing

Der SVM erwischte den etwas besseren Start im heimischen Stadion am Jahnweg, und Matthias Dürmeier wäre nach elf Minuten fast die Führung gelungen. Der Ball flog knapp am langen Pfosten vorbei ins Toraus. Fast im Gegenzug aber auch die erste dicke Chance für Untermenzing durch Maximilian Hartmann. Kurz vor der Pause fiel dann das 1:0 für die Untermenzinger durch einen sehenswerten Lupfer von Christopher Kolbeck. Johannes Eberles Volleyschuss Sekunden vor dem Kabinengang hätte einen Treffer verdient gehabt, doch der SVU-Keeper reagierte glänzend.

Fußball-Wunder in 22 Minuten benötigt

In den zweiten 45 Minuten musste der SVM nun alles auf eine Karte setzen. Jetzt galt es zwei Tore zu erzielen. Doch die Gäste-Abwehr stand sicher, und Mammendorf lief die Zeit davon. Nachdem SVM-Keeper Alexander Oestreich einen Ball gerade noch an die Querstange lenken konnte, fiel wenig später durch Fabian Keller May das 2:0. Jetzt benötigte der SVM in den letzten 22 Minuten ein Fußball-Wunder. Drei Treffer mussten nun her. Die Elf von SVU-Trainer Sebastian Zich überließ den Gastgebern das Mittelfeld und verlegte sich aufs Kontern.

Zu spät für den dritten Treffer

Die niemals aufsteckende Nausch-Elf wurde mit dem 1:2-Anschlusstreffer durch Julian Hoffmann belohnt. Ging da noch was? Dann fiel drei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit das 2:2 nach einem Kopfball von Christian Fasching. Doch zu spät, um noch einen dritten Treffer zu erzielen, der Mammendorf den Aufstieg beschert hätte. „Hätte das Spiel noch fünf Minuten länger gedauert und wir hätten sie noch gepackt“, meinte ein Mammendorfer Zuschauer. 

"Untermenzing verdient gewonnen"

Trainer Heiko Nausch: „Wir wollten das Spiel mutig angehen, haben aber Untermenzing zu viel Freiraum gelassen. In den zweiten 45 Minuten haben wir noch einmal alles reingeworfen, und hätten mit etwas Glück das 3:2 machen können. Letztlich hat Untermenzing aber verdient gewonnen. Im Moment tut es weh, aber die Erfahrung, die wir gemacht haben, bringt uns weiter. Als Team haben wir eine geile Leistung in dieser Saison abgeliefert.“

Trainer Sebastian Zich: „Mit einem Geniestreich kurz vor der Halbzeitpause verschafften wir uns einen psychologischen Vorteil. Nach dem 2:0 waren wir eigentlich durch. Dann haben wir Mammendorf zu zwei Toren eingeladen, und es wurde noch einmal nervenaufreibend. Ich bin froh, dass es für uns zu einem guten Ende gekommen sind.“

Dieter Metzler

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