Nach dem Insolvenzantrag

SCF wäre mit 100.000 Euro gerettet

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Den Spruch hatte der Brucker Sportclub sicherlich anders gemeint, als er ihn in der vergangenen Saison mehrmals im Klosterstadion aushing.

Der SC Fürstenfeldbruck hat nicht mehr viel Zeit. Bis 31. Januar muss er 100.000 Euro zusammen bekommen, sonst droht das Insolvenzverfahren.

Fürstenfeldbruck – Bei der Info-Veranstaltung für die Mitglieder des SC Fürstenfeldbruck über die drohende Insolvenz des Traditionsvereins kündigte der vorläufige Insolvenzverwalter Oliver Schartl Mitte Dezember eine Sanierungslösung an. In den vergangenen Tagen flatterte den in dem betroffenen Zeitraum in der Verantwortung stehenden Funktionären ein Brief mit dem Inhalt ins Haus, wie man den Verein doch noch retten könnte.

Dem SCF war bekanntlich im Rahmen einer Betriebsprüfung für die Jahre 2010 bis 2013 vom Finanzamt Fürstenfeldbruck aufgrund unzulänglicher Führung des Belegwesens und Ungereimtheiten bei der Durchführung von drei Veranstaltungen die Gemeinnützigkeit aberkannt worden. Dadurch entstanden dem SCF Steuerschulden (Körperschafts- und Gewerbesteuer, Umsatzsteuer und Zinsansprüche) von 210.000 Euro. Nachdem der SCF nicht in der Lage war, diese Verbindlichkeiten zu begleichen, war die Insolvenzantragstellung unvermeidbar.

100.000 Euro sind nötig

Der Rechtsanwalt teilte den in den vier Jahren in der Verantwortung stehenden Vorstandsmitgliedern des Vereins nunmehr mit, dass er nach Gesprächen mit den beiden Hauptgläubigern des Vereins, dem Finanzamt und der Stadt, einen aus seiner Sicht umsetzbaren Lösungsweg verhandeln konnte. Danach könnte eine Eröffnung des Insolvenzverfahrens vermieden werden, wenn Dritte dem Verein Mittel in Höhe von 100.000 Euro zur Verfügung stellen würden. Schartl weist daraufhin, dass mit dieser Lösung eine erhebliche Reduzierung der Steuerverbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt und der Stadt erreicht wurde und dass nach Begleichung der Summe die Rücknahme des Eigeninsolvenzantrages sowie die Beendigung der vorläufigen Insolvenzverwaltung erzielt wären.

Nur noch Zeit bis 31. Januar

In seinem Brief appelliert der vorläufige Insolvenzverwalter sowohl an die damaligen Vorstandsmitglieder, als auch an das aktuelle Präsidium und an die Mitglieder des SCF, den Verein durch freiwillige Zahlungen nun zu unterstützen. Dazu habe Schartl ein Treuhandkonto eingerichtet. Die komplette Summe muss aber bis spätestens zum 31. Januar zur Verfügung stehen, teilte Schartl den Empfängern seines Briefes mit.

Spendenquittung oder Geld zurück

Die dort eingehenden Zahlungen werden im Fall des Nichtzustandekommens der angestrebten Lösung in voller Höhe wieder an die Einzahler zurückerstattet, sicherte Schartl den Einzahlern zu. Die eingezahlten Beträge verschwinden nicht in der Insolvenzmasse. Sollte die angestrebte Lösung, sprich die 100.000 Euro eingehen, erhalten die Einzahler in Höhe ihrer geleisteten Zahlung eine Spendenquittung.

Dieter Metzler

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