Nach 20 Jahren beim TSV West

Günther Eichinger tritt zurück

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Wohl kaum einer haben den TSV West so geprägt wie die beiden (von links): Präsident Günther Eichinger und Schatzmeister Michael Stahl.

Das wird gewöhnungsbedürftig sein: Günther Eichinger ist nicht mehr Präsident beim TSV West. Nach 20 Jahren wollte er nicht mehr. Er wird zukünftig verstärkt als Jugendleiter den Nachwuchs im Verein betreuen. Mit ihm trat ein weiterer langjähriger Funktionär nicht mehr an: Michael Stahl. Der Schatzmeister des TSV West stellte sich nach 35 Jahren nicht mehr zur Wiederwahl. Mit Standing Ovations huldigten die 54 Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung im JUZ West den beiden West-Funktionären mit minutenlangem Applaus.

Fürstenfeldbruck - Der neue Vorsitzende Anton Maletz, zuvor einer der beiden Stellvertreter Eichingers, kündigte an, im Juni (23. oder 30.) die verdienten Funktionäre bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung gesondert zu ehren, wenn im Verein über eine Beteiligung am Sportzentrum West entscheiden wird. „Ihr müsst dann entscheiden, ob der Verein 200.000 Euro aufnimmt“, erläuterte Eichinger den Mitgliedern die drei zur Debatte stehenden Alternativen mit und ohne Beteiligung anderer Kreisstadtvereine wie dem FC Aich, dem TuS, den Schützen und Keglern. SPD-Stadtrat Walter Schwarz, der noch am Abend einen Mitgliedsbeitritt bei West unterschrieb, brachte auch noch eine vierte Variante ins Spiel. 

Die Jugend- Für Eichinger eine Herzensangelegenheit

Zum neuen Kassier wählten die Mitglieder Antonio Fernandez. Mit Eichinger und Stahl schieden aber auch die beiden Kinder von Eichinger aus der Vorstandschaft aus. Für Martin Eichinger als weiteren zweiten Vorstand rückte Wolfgang Mühlbauer und für Maletz Ivan Sevarinac nach. Susanne Eichinger stellte sich nicht mehr als Schriftführerin zur Wahl, ihr Amt übernahm Carmen Gleisner. Seinen Rücktritt begründete Eichinger damit, dass die Jugend im Verein schon immer für ihn eine Herzensangelegenheit gewesen sei. Als er vor 24 Jahren zum Verein stieß, wurde vom einem seiner Vorgänger die Mannschaft stets „zusammengekauft“, und die Jugendarbeit lag am Boden. Kontinuierlich verfolgte Eichinger sein Ziel, den vielen Kindern unterschiedlichster Nationalitäten im Brucker Westen eine sportliche Heimat zu bieten. Es erfülle ihn mit Stolz, wenn er jetzt die Kinder von damals anschaue, die inzwischen teilweise verheiratet sind und selbst Kinder haben. Er habe ihnen damals Ausbildungs- und Arbeitsplätze verschafft und weit mehr geleistet, als es eigentlich die Aufgaben eines Vorstands und Jugendtrainers vorsahen. Er hoffe, so Eichinger, dass die neue Vorstandschaft den Verein in seinem Sinne so weiterführe. 

Der Verein steht finanziell gut da

Nach seinem ausführlichen Kassenbericht, der Verein steht mit 73.000 Euro (Stand: 31.12.2016) gut da, erläuterte auch Stahl den Mitgliedern seine Entscheidung, warum er sich nicht mehr zur Verfügung stellte. Nachdem er bei einigen Entscheidungen im Verein übergangen wurde, sehe er keine Basis mehr für eine Zusammenarbeit. Schon vor zwei Jahren habe er bei der Wahl eingreifen müssen, um den Verein vor größerem Schaden zu bewahren. So sei es allein Maletz zu verdanken, dass der Verein seit Januar 2017 wieder die Gemeinnützigkeit erhalten habe. Auch der Verpflichtung des Trainers sowie die Weiterverpflichtung sei über seinen Kopf hinweg entschieden worden. 

Dieter Metzler

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