Nach knapp 30 Jahren: Dominikus Hefele und Simon Mayer übernehmen Radsport Scholz

Traditionsgeschäft unter neuer Führung

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Dominikus Hefele (links) und Simon Mayer (rechts) haben das Radgeschäft von Christian Scholz (Mitte) Anfang 2020 übernommen.

Germering – Nicht nur der Boden ist neu, auch ein Wanddurchbruch zwischen der Werkstatt und dem Verkaufsraum ist für viele Kunde im ersten Moment unerwartet gekommen – immerhin bringt er mehr Licht in das Traditionsgeschäft in der Hartstraße. Licht ins Dunkel bringen nun auch die beiden neuen Inhaber des einstigen Fahrradgeschäftes Radsport Scholz.

Der Übergang ist seit Anfang des Jahres ein fließender, so verraten es die beiden Nachfolger Dominikus Hefele und Simon Mayer, die das Ladengeschäft Radsport Scholz nach knapp 30 Jahren von Christian Scholz übernahmen. Unter ihrem neuen Namen „Hart am Rad“ versorgen sie ab sofort die Germeringer auf und abseits der Straße mit ihren Qualitätsrädern. Hefele und Mayer sind beide leidenschaftliche Mountainbiker, besonders wenn es um Abfahrtsfahrten geht – darüber haben sie sich und später auch Scholz kennengelernt. „Wir haben beide nebenbei immer schon in Radgeschäften gearbeitet und irgendwann hat es sich angeboten den Laden von Christian zu übernehmen und ihn so zu gestalten, dass er uns gefällt“, erzählt der 35-jährige Hefele. Auch wenn ihnen Corona gleich zu Beginn ihrer Eröffnung einen kleinen Strich durch die Rechnung gemacht hat, so haben sie die Zeit in den Umbau des Ladens gesteckt und konnten die kleine Werkstatt trotzdem weiter bedienen, da diese systemrelevant ist. „Außerdem bin ich im März Papa geworden“, erzählt Mayer, der die Renovierungsarbeiten gemeinsam mit seinem Geschäftspartner übernahm. Rund 20 Räder stellen sie nun in dem hellen Verkaufsbereich aus – vom klassischen Mountainbike über das im Trend liegende und sich stetig weiterentwickelnde E-Bike hin zum Dirtbike, das auch die jüngere Generation ansprechen soll, die den Nachmittag auf der hiesigen Pumptrack-Anlage verbringt. 

Fließender Übergang zu "Hart am Rad"

„Wir haben uns bewusst für einen fließenden Übergang entschieden und den Namen erst einmal behalten, damit sich die Bestandskunden an uns gewöhnen können, aber auch jüngere Radsportbegeisterte sehen, das wir etwas davon verstehen, was wir tun. Bei ‚Hart am Rad‘ sind alle willkommen“, so Hefele. Die beiden ergänzen sich zudem gut, der eine verfügt über das technische Know-How während der andere die wirtschaftliche Seite mit der Buchhaltung übernimmt. „Wir verkaufen hier keine günstigen Räder, Qualität steht bei uns im Vordergrund. Deshalb testen wir auch alle Räder, die wir verkaufen selbst“, erzählen die beiden. Einen Tipp gibt Hefele seinen Kunden noch mit auf den Weg, „im Winter ist Servicezeit“. Anstatt sein Rad im Frühjahr fit zu machen, sollte man bereits im Winter überprüfen, ob es für die nächste Saison gewappnet ist. Scholz zeigt sich froh über den jungen Nachwuchs, er hat den Laden über 29 Jahre alleine geführt und schaut heute gerne im „neuen Laden“ vorbei. „Wenn man einmal von dem Phänomen Fahrrad gepackt wurde, dann bleibt man auch dabei“, sagt der 65-jährige, der in seiner Freizeit weiterhin viel auf dem Rad unterwegs ist – jedoch auf einem herkömmlichen. 

Becker

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