Altes Relikt Ursache

Nach Messung radioaktiver Strahlung: Wertstoffhof in Grafrath ist wieder geöffnet

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Die Ursache für die erhöhte Strahlung aus einem Container wurde gefunden : ein Radiumtrinkbecher - ein medizinisches Gerät aus dem 20. Jahrhundert.

Die Sperrung des großen Wertstoffhofes Grafrath ist aufgehoben worden - das teilt der Abfallwirtschaftsbetrieb mit. Der Wertstoffhof öffnet regulär am Samstag, 31. August, ab 9 Uhr.

Grafrath - Wie berichtet, war in einem Container für Altmetalle vom Wertstoffhof Grafrath eine geringfügige Radioaktivität festgestellt worden, woraufhin als Vorsichtsmaßnahme die Sammelstelle gesperrt wurde.

Radiumtrinkbecher war Ursache

Inzwischen hat das Landesamt für Umwelt (LfU) die Ursache gefunden. Ein sogenannter Radiumtrinkbecher war für die Strahlung verantwortlich. Radiumtrinkbecher sind Geräte, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu medizinischen Zwecken verwendet wurden. Die Geräte enthalten eine geringe Menge des radioaktiven Stoffs Radium, der beim Zerfall das schwach radioaktive Edelgas Radon produziert. In den 1920er und 1930er Jahren galt radium- oder radonhaltiges Wasser als gesundheitsfördernd und wurde zu Kur-Zwecken getrunken.

Der AWB geht davon aus, dass der Gegenstand wohl aus Unwissenheit in den Container gelangt ist.

Gefahr bestand zu keinem  Zeitpunkt

Eine Strahlenbelastung und damit Gesundheitsgefahr für  Besucher des Wertstoffhofes oder das am Wertstoffhof beschäftigte Personal bestand zu keinem Zeitpunkt.

Ordnungsgemäße Entsorgung folgt

Nach Auskunft des Strahlenschutzexperten vom LfU erfolgt eine ordnungsgemäße Entsorgung über die GRB, die Sammelstelle Bayern für radioaktive Stoffe GmbH.

red

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