Operation von Liberiaschen Mädchen im Klinikum erfolgreich

Famata erfolgreich behandelt

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Famata mit Chefarzt Dr. Andreas Ewert (links), Stationsleiterin Monika Ebenhan und Thomas Böhner von Help-Liberia

Fürstenfeldbruck – Als Famata Cephas vor vier Jahren das erste Mal im Klinikum behandelt worden ist, war sie acht Jahre alt. Nach einem Sturz ist ihr linkes Bein extrem angeschwollen und sie litt unter starken Schmerzen. Die Folge – eine Knochenmarksvereiterung – konnte in ihrer Heimat Liberia nicht ausreichend behandelt werden und es bestand die Gefahr, dass das Bein amputiert werden müsse. Mit Hilfe von Thomas Böhner, dem 1. Vorsitzenden des Vereins ,,Help-Liberia Kpon Ma“ e.V. konnte Fatama im Klinikum Fürstenfeldbruck unentgeltlich operiert werden.

Famata kam am 1. Dezember erneut in die Brucker Klinik: Die Entzündung hat ein Fehlwachstum des Beines mit massiver X-Beinstellung verursacht, so dass das Mädchen massive Probleme beim Gehen hatte. ,,Unser Ziel war es, wieder ein einigermaßen gerades Bein hinzubekommen“, erklärte Chefarzt Andreas Ewert. ,,Vorher galt es abzuklären, ob die Entzündung komplett ausgeheilt ist und wie wir das Bein so korrigieren können, dass es auch in Zukunft belastbar ist“. Die Hilfsorganisation ,,Help-Liberia Kpon Ma“ e.V. von Thomas Böhner hat sich auch dieses Mal wieder für das Mädchen eingesetzt: Mit Unterstützung der Landkreisbevölkerung gelang es dem Krankenpfleger, der seit vielen Jahren im Klinikum tätig ist, das Mädchen nach Deutschland zu bringen. Während ihres Aufenthalts wurde die 13-jährige von Wolfgang Fischer betreut und Paten wie Dr. Maria Leitenstern-Gulden halfen finanziell und mittels Schulunterricht. Als die Klinikleitung einer unentgeltlichen Behandlung zustimmte, konnte das Team der Abteilung für Unfallchirurgie und Orthopädie unter der Leitung von Chefarzt Andreas Ewert den Eingriff erfolgreich durchführen. ,,Das Bein wird zwar nicht mehr so wie es früher war, aber wir haben die Fehlstellung so korrigiert, dass unsere Patientin das Bein auch nach Abschluss des Wachstums belasten kann“. Nach knapp zehntägigem Krankenhausaufenthalt hat Famata nun die Klinik verlassen und kann - dank der Operation - ein normales Leben in ihrer Heimat führen.

Nicole Burk

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