Nach Wochen der schulfreien Zeit geht es am 15. Juni für alle Schüler wieder los

Zurück auf die Schulbank

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Im Fenster des Germeringer Carl-Spitzweg-Gymnasiums hängt ein Plakat: "Wir freuen uns auf euch."

Germering – Für viele Schüler war der Gedanke an einen nahenden Schulanfang in weite Ferne gerückt. Alle kennen den Moment nach den Sommerferien. Irgendwie hat man sich an die Zeit des Ausschlafens, des „In-den-Tag-hinein-lebens“ gewöhnt. Natürlich wurde Homeschooling in dieser schul-, aber nicht unterrichtsfreien Zeit praktiziert, dennoch war es nicht dasselbe wie ein Regelunterricht.

Am 15. Juni ist es soweit, nun kehren auch alle restlichen Schulklassen an ihren Platz zurück. Beispielsweise die Jahrgangsstufen 2 und 3 der Grundschulen sowie 6 und 7 der Mittelschulen wie Schulrat Alfred Bleicher, der Mitglied des Staatlichen Schulamts Fürstenfeldbruck ist, die für die Grundund Mittelschulen im Landkreis verantwortlich sind, berichtet. Dennoch werde es weiterhin anders sein als vor Corona, wie an allen Schulen herrsche ein „Mund-Nasen-Bedeckungsgebot auf sogenannten Begegnungsflächen wie Fluren“, sagt Bleicher. Die maximale Klassenstärke betrage 14 bis 15 Schüler, die in der Regel im wöchentlichen Wechsel zwischen Vor-Ort-Unterricht und Homeschooling alternieren. An der Germeringer Realschule können nun auch die Jahrgangsstufen 7 und 8 wieder am Präsenzunterricht teilnehmen. Während das Abitur an den Gymnasien bereits über die Bühne gebracht wurde, stehen hier die Abschlussprüfungen noch an. Auch FOS-Schüler können sich noch nicht dem ersehnten Nichtstun hingeben, immerhin verzögerte sich ihre Lernphase ins Unermessliche. Der Frust auf allen Seiten ist groß.

Schulamt froh über ersten Schritt zurück zur Normalität

Gerade für die Schüler der achten Klassen der Germeringer Realschule wird es endlich Zeit, immerhin waren sie nach einem Corona-Verdachtsfall an der Schule früher als alle anderen in die heimatliche Schulbildung entlassen worden. Die Motivation ist nicht nur bei den Schülern, sondern auch vielen Eltern an einem Tiefpunkt angelangt, wie betroffene Familien berichten. Der Familienfrieden sei zeitweise erheblich gestört. Nachdem die erste und vierte Jahrgangsstufe bereits wieder zurück in den Grundschulen war, dürfen nun auch Zweit- und Drittklässler bald wieder ihren Schulranzen packen. Eine Umgewöhnung muss auch hier stattfinden, so sind die Hygieneregeln verschärft worden. „Die Eltern können ihr Kind beruhigt in die Schule schicken. Alle Lehrkräfte sind bezüglich der aktuellen Vorgaben sensibilisiert“, erklärt Schulrat Bleicher. Grundsätzlich sei das Schulamt froh, dass nach Pfingsten alle Schüler, die sich seit Wochen darauf freuen, wieder in den Präsenzunterricht zurückkehren dürfen. „Es ist ein erster großer Schritt zurück zur Normalität, über den wir sehr froh sind“, so Bleicher. 

Claudia Becker

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